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Wenn du aktuelle Sachen suchst, würde ich dir "Die Auserwählten" von Andrew Hunter Murray empfehlen - düstere Dystopie nach einer Klimakatastrophe. "Oryx and Crake" von Margaret Atwood ist auch immer noch relevant, falls du es noch nicht gelesen hast, und "Die letzte Generation" von Jonathan Safran Foer behandelt das Thema ziemlich direkt. Ansonsten lohnt sich ein Blick in Leseforen oder auf Goodreads, weil da ständig neue Klimaromane besprochen werden und man sieht, was gerade Leute lesen.

Oryx and Crake" ist eigentlich schon von 2003, also nicht wirklich aktuell. Eher was Neueres wie "Bewohner" von Clemens Meyer oder "Die Leere" von Anna Katharina Hahn, die sich mit Umweltzerstörung auf ganz unterschiedliche Weisen auseinandersetzen.

Bei mir hat "Das Licht der Tiefsee" von Ned Beauman richtig gut funktioniert - geht um Korallenriffe und Überfischung, aber erzählt es auf ne Art, die nicht in Doom-Propaganda ausartet. 🌊 Dazu würd ich noch "The Ministry for the Future" von Kim Stanley Robinson nennen, falls du noch nicht drüber gestolpert bist, der baut wirklich interessante Szenarien zusammen, wie verschiedene Länder mit Klimafolgen umgehen. Generell merke ich, dass die besseren Romane zu dem Thema eher konkrete Probleme in den Fokus rücken als einfach nur düstere Welten zu zeichnen.

Aufpassen: bei Klimaromanen werden dir oft die gleichen Namen immer wieder genannt, obwohl viele davon schon Jahre alt sind oder eher philosophisch als konkret sind. Besser nach Büchern schauen, die nicht nur die Krise beschreiben, sondern auch zeigen, wie Menschen damit umgehen - also weniger apokalyptisch, mehr im Alltag verankert. "Fertige Menschen" von Burkhard Spinnen oder "Das achte Land" von Clemens Meyer sind da näher dran, wenn du etwas Neueres mit echtem Gewicht willst, das über die übliche Weltuntergangs-Routine hinausgeht.

Meine Erfahrung: Such dir Bücher, die das Thema nebenbei behandeln, nicht als Hauptplot. "Yellowface" von R.F. Kuang ist zwar nicht primär über Klimakrise, aber die Umweltthematik läuft unterschwellig mit und das Buch bleibt trotzdem unterhaltsam statt belehrend. Ähnlich "The Ministry for the Future" von Kim Stanley Robinson - wahrscheinlich kennst du den schon, aber falls nicht: richtig gut recherchiert und erzählt aus verschiedenen Blickwinkeln, ohne dabei zu predigen.

Das Problem ist, dass viele dieser Romane eher philosophisch oder düster wirken, ohne konkrete Lösungsansätze zu zeigen 🌍 Ich würde dir da eher Bücher empfehlen, die mit Hoffnung oder zumindest Handlungsfähigkeit arbeiten - sowas wie "Ferris Bueller" von Christopher Bollen oder neuere Werke, die Klimawandel als Setting nutzen, ohne dich komplett zu deprimieren. Such dir am besten was raus, das dir thematisch liegt, aber nicht nur Weltuntergang, sondern auch Menschen zeigt, die damit umgehen oder was ändern wollen.

Konkret zu neueren deutschsprachigen Titeln: "Schattenwald" von Charlotte Link (2020) verbindet Klimathemen mit Thriller-Elementen, sodass es nicht in Belehrung abgleitet, und "Die Salzprinzessin" von Meike Winnemuth behandelt Wasserknappheit durch eine sehr persönliche Erzählweise statt abstrakt. Falls du eher nach internationalen Werken greifst, ist "The Ministry for the Future" von Kim Stanley Robinson ganz interessant - der Ansatz ist weniger düster-apokalyptisch und mehr auf praktische Lösungen fokussiert, auch wenn die Länge abschreckend wirkt. Welches Genre passt dir besser, eher Dystopie oder realistischere Gegenwartsbezüge?

Die meisten Klimaromane, die gerade rauskommen, verstricken sich in dieser Entweder-Hoffnung-oder-Weltuntergang-Dichotomie - dabei gibt's auch was Dazwischen. "Ferris Wheel" von Nicholas Royle oder "The Ministry for the Future" von Kim Stanley Robinson funktionieren besser, weil sie konkrete Szenarien durchspielen, ohne dabei moralisch zu predigen. Schau dir lieber an, welche Bücher von Umweltaktivisten oder Wissenschaftlern selbst empfohlen werden - die haben meist weniger Bock auf melodramatischen Kram und mehr auf Realismus.

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