Für dein erstes Gundam ist ein Spray-Klarlack wirklich der beste Weg, aber es kommt auf die Methode und die Umgebung an. Matt oder glänzend hängt von deiner Lackoberfläche ab - wähle den Glanzgrad, den du anstrebst. Der Hauptvorteil gegenüber dem Pinsel ist, dass Spray dünne, gleichmäßige Schichten aufträgt, ohne feine Detailarbeiten zu beschädigen. Du erhältst besseren Schutz schneller, und es besteht minimales Risiko, dass sich Lack in Panellinien oder um Abziehbilder ansammelt. Achte einfach darauf, dass du in einem gut belüfteten Raum (oder draußen, falls möglich) arbeitest und mehrere dünne Schichten aufträgst statt eine dicke.
Hier ist etwas Praktisches, das die meisten Leute nicht erwähnen: Bevor du irgendetwas sprühst, teste deinen Klarlack auf einem Abfallstück Kunststoff oder Pappe. Manche Versiegelungen können schlecht mit bestimmten Acrylformeln oder Grundierungstypen reagieren, und du möchtest das nicht erst entdecken, nachdem du dein fertiges Modell bereits lackiert hast. Außerdem solltest du deinen Acryllack mindestens 24 Stunden vollständig durchhärten lassen, bevor du versiegelst - diesen Schritt zu überstürzen ist der Grund für die meisten Abplatzungen. Trage den Klarlack in dünnen Passes auf, halte die Dose weiter entfernt, als du vielleicht denkst, und lass jede Schicht 15-20 Minuten abtrocknen, bevor du die nächste aufträgst.
Das Verblassungsproblem, das du erwähnt hast, hat weniger mit dem Klarlack zu tun als mit UV-Strahlung. Wenn dein Modell in direktem Sonnenlicht auf einem Regal sitzt, wird es unabhängig von der Versiegelung verblassen. Matte Klarlack hat hier einen kleinen Vorteil, weil es Licht etwas streut, aber ehrlich gesagt ist das beste Mittel, es aus hellen direkten Fensterplätzen fernzuhalten. Deine Detailarbeiten sind in Ordnung, solange du nicht aus zu kurzer Distanz sprühst - der Lack selbst schützt die darunterliegenden Schichten, und ein ordentlicher Klarlack bietet einfach eine zusätzliche Schutzbarriere darüber.