Vermeide alles, das in großen Designer-Linien als "Eau de Toilette" bezeichnet ist - diese sind vollgepackt mit synthetischen Verstärkern und Alkohol, die deinem Nervensystem ordentlich zusetzen. Lass die Finger von fruchtigen oder Gourmand-Düften; die basieren auf schweren Synthetics wie Iso E Super und Galaxolid. Marken, die dich mit Sillage bombardieren (Eros, Sauvage, alles aus dieser Ära der extremen Performance-Düfte), sind dein Feind. Bleib stattdessen bei Nischenperfümeuren. Jo Malone ist die offensichtliche Corporate-Antwort, aber ehrlich gesagt kann deren Zeug immer noch dünn und vergesslich wirken. Bessere Optionen sind natürliche oder „naturidentische" Häuser - Maison Margielas „Beach Walk" hat hauptsächlich saubere, luftige Noten ohne den Kopfschmerz-Faktor. Diptyques Düfte sind eher dezent. Creeds „Virgin Island Water" und „Green Irish Tweed" sind leichter, obwohl sie teurer sind.
Entscheide dich für Düfte mit einer starken Zitrus-, Kräuter- oder Grüntee-Basis statt floralen oder Moschustouren. Penhaligon's leistet solide Arbeit im Tee-/Zitrus-Bereich. Tom Fords „Neroli Portofino" ist zwar technisch gesehen Designer, wirkt aber viel softer als seine schwereren Sachen. Der Kniff ist, nach Parfums mit hohem Anteil natürlicher Inhaltsstoffe zu suchen - Eau-de-Cologne-Stärke (2 - 4 % Duftstoffe) oder Eau de Parfum von Naturmarken wirken ganz anders als synthetiklastige Eau de Toilettes.
Ehrlich gesagt ist dein bester Move, einen Ort zu besuchen, der Probiersprays anbietet, bevor du kaufst. Du musst mindestens eine Stunde, idealerweise ein paar Stunden lang testen, um zu sehen, ob er als Kopfschmerz anhält. Manche Menschen finden auch Unisex-Düfte sanfter als schwere Blumendüfte. Fang mit einem Hauch am Handgelenk an, nicht mit einer Sprühwolke.