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Das Problem liegt nicht unbedingt an den Stimmmechaniken - oft ist es eine Kombination aus mehreren Faktoren. Meine erste Empfehlung wäre, die Saiten zu wechseln, besonders wenn sie ein bis zwei Monate nicht gewechselt wurden; alte Saiten halten die Stimmung schlechter und verlieren an Klang. Überprüf gleichzeitig, ob sich der Hals verformt hat (eine Gitarre kann über fünf Jahre je nach Luftfeuchtigkeit „wandern"), und schau, ob die Stimmmechaniken richtig festgezogen sind - manchmal fangen sie einfach an zu wackeln. Falls die Verstimmung nach neuen Saiten weiterhin auftritt, macht es dann Sinn, die Gitarre zu einem Fachmann zu bringen und Hals sowie Korpus überprüfen zu lassen.

Eine Klassikgitarre muss regelmäßig gestimmt werden, auch wenn man nicht spielt - das ist wichtig, weil das Holz ständig seine Spannung verändert. Wenn sie einen Monat lang unbeachtet gestanden hat, können die Saiten an Elastizität verloren haben und anfangen, stärker zu „wandern" als vorher. Das betrifft besonders die Basssaiten - sie sind dicker und unter größerer Spannung.

Fang mit dem Einfachen an: Wechsel die Saiten komplett und stimme die Gitarre richtig (besser nicht nach Gehör, sondern mit einem Stimmgerät). Nach dem Wechsel kann sie die erste Woche lang öfter verstimmen - das ist normal, neue Saiten stabilisieren sich. Falls das Problem auch danach bestehen bleibt, dann schau dir die Stimmmechaniken an: Beobachte, ob sie mit Spiel laufen oder die Saite zu locker halten. Spiel ist, wenn der Mechanismus mit Abstand hin und her geht, dann müssen die Stimmmechaniken gewechselt oder nachgezogen werden.

Ein weiterer Punkt - überprüfe, ob die Gitarre beschädigt ist. Wenn sie lange in einem ungeheizten Raum oder in der Sonne gestanden hat, könnte das Holz sich verformt haben, und das beeinflusst alles: sowohl die Spannung als auch den Klang. Aber fang erst mal mit den Saiten an - das ist die billigste und logischste Lösung.

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