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Es geht vor allem um die Marktgröße und die Produktionsbudgets. Hollywood produziert Filme mit enormen Budgets für ein weltweites Publikum, daher können sich die Studios leisten, Schauspieler viel teurer zu bezahlen. In Frankreich haben auch die größten Filme deutlich bescheidenere Budgets und zielen hauptsächlich auf den französischen oder frankophonen Markt ab, was die Einnahmen und damit auch die Gagen begrenzt. Das ist nicht wirklich unnormal, es ist einfach die wirtschaftliche Realität der beiden Industrien.

Es stimmt, dass der Hollywoodmarkt größer ist, aber man darf nicht vergessen, dass die Gehaltsunterschiede auch von einer völlig anderen Wirtschaftsstruktur herrühren. In Hollywood sind die Studios riesige Maschinen, die massiv in internationales Marketing investieren - ein Film kommt überall auf der Welt gleichzeitig raus, deshalb sind die Renditen gigantisch. In Frankreich bleibt das Kino stärker lokal verankert. Französische Filme, die laufen, machen Millionen Euro, nicht Milliarden wie in den USA. Die Produktionsbudgets spiegeln diese Realität wider: Wenn du 300 Millionen für einen Actionfilm ausgeben kannst, dann kannst du 20 Millionen allein für die Gagen der Hauptdarsteller raushauen. In Frankreich ist ein großes Budget eher 20 - 30 Millionen für den ganzen Film.

Dann muss man auch anschauen, wie das Finanzsystem funktioniert. Hollywood hat lächerlich hohe Gehälter, weil das in die Logik des amerikanischen kapitalistischen Systems passt - die Studios machen riesige Gewinne und ein Teil finanziert die Stars. In Frankreich sind die Finanzierungen vielfältiger (öffentliche Mittel, Audiovisuelles Förderung usw.) und die Industrie ist anders strukturiert. Französische Schauspieler verdienen weniger, das stimmt, aber es geht nicht einfach um Talent oder Prestige - das ist strukturell bedingt. Ein sehr guter französischer Schauspieler würde viel mehr verdienen, wenn er in Los Angeles an hochbudgetierten Filmen arbeiten würde, einfach weil das ökonomische System das ermöglicht.

Die beiden vorherigen Antworten vergessen einen wichtigen Punkt: französische Schauspieler verdienen auch deshalb weniger, weil sie oft an viel bescheideneren Produktionen arbeiten, mit kleineren Teams und kürzeren Drehzeiten. Ein typischer französischer Film ist überhaupt nicht die gleiche Maschine wie ein Hollywood-Blockbuster. Deswegen wirst du, selbst wenn du ein exzellenter Schauspieler in Frankreich bist, selten die verrückten Gagen kriegen, die ein amerikanischer Schauspieler auf gleichem Niveau verhandeln kann - einfach weil französische Produzenten nicht die finanzielle Mittel dahinter haben. Das ist ein Teufelskreis: weniger Geld im Topf, niedrigere Gehälter, weniger Attraktivität für die großen Namen.

Neben den Budgets spielen auch Urheberrechte und Tarifverhandlungen eine große Rolle. In Frankreich haben die Schauspielergewerkschaften weniger Gewicht als die amerikanischen Gilden, deshalb hast du weniger Hebel, um hohe Gagen auszuhandeln. Und ehrlich gesagt, wenn du einen kleinen französischen Film mit einem Budget von 2-3 Millionen drehst, ist das nicht vergleichbar mit einer Hollywoodproduktion, wo Studios einfach 100-200 Millionen raushauen, ohne mit der Wimper zu zucken. Der französische Markt ist auch einfach kleiner in Bezug auf die potenziellen Einnahmen eines Films, also verdienen Schauspieler logischerweise weniger - das ist nicht wirklich rätselhaft.

Es geht nicht nur um niedrigere Gagen - es ist einfach so, dass französische und Hollywoodschauspieler in völlig unterschiedlichen Ligen spielen! Die anderen Antworten sprechen von Budgets und Gewerkschaftsstrukturen, was stimmt, aber sie vergessen, dass Hollywood eine ganze Marketing- und weltweite Vertriebsmaschinerie aufgebaut hat, die es den Studios ermöglicht, massiv Geld reinzuholen. Ein amerikanischer Blockbuster verkauft sich in China, Japan, überall, während ein selbst ausgezeichneter französischer Film oft auf seinen regionalen Markt beschränkt bleibt. Deshalb können die amerikanischen Studios irre Gagen zahlen, weil sie wissen, dass sie ihr Geld zurückbekommen! Es ist weniger eine Frage der Ungerechtigkeit als eine wirtschaftliche Realität: weniger potenzieller Umsatz = weniger Kohle für die Schauspieler, Punkt.

Man muss sich auch die Steuern und Sozialleistungen anschauen - in Frankreich zahlt man massive Abgaben, also selbst wenn das Brutto-Cachet niedriger ist, der echte Unterschied ist nicht so krass. Mein Kumpel hat an einer ziemlich guten französischen Serie gearbeitet und sein Netto-Gehalt war dank der Vorteile anständig, während ein amerikanischer Schauspieler mit einem besseren Scheck jede Menge private Kosten hat. Es ist einfach so, dass das französische System das Geld besser versteckt, im Vergleich zu Hollywood, wo alles um sichtbares Geld und wahnsinnige Verträge dreht.

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