Der Trick ist nicht, aufzuhören zu checken, denn das ist fast unmöglich, wenn dein Handy in der Nähe ist, sondern von Anfang an deine Erwartungen an diese Apps zu ändern. Wenn du reingehst und denkst, dass du deinen Partner oder jemanden Besonderen treffen wirst, ist die Enttäuschung garantiert. Die meisten Gespräche sterben ab, die meisten Matches führen zu nichts, und das ist einfach, wie sie funktionieren. Es geht nicht darum, dass mit dir etwas nicht stimmt oder dass du nicht genug bist - es ist das Format. Das mental vorher zu akzeptieren statt nachher spart dir eine Menge emotionalen Frust.
Wo ich sehe, dass viele nicht durchsteigen: Du solltest die Apps nicht als deine einzige Quelle haben, um Leute kennenzulernen. Wenn Tinder und Bumble das Einzige sind, was du machst, um zu sozialisieren oder einen Partner zu finden, wird dein Handy zu einem Fenster zu deinem Selbstwertgefühl. Wenn es keine Matches gibt oder jemand verschwindet, fühlt sich das persönlich an. Aber wenn du andere Dinge hast, die dir den Kopf beschäftigen - Freunde, Aktivitäten, die dir gefallen, sogar nur spazieren gehen ohne Ziel - landen die Apps automatisch im Hintergrund. Dann checkst du ab und zu, ohne dieses emotionale Gewicht.
Mein praktischer Rat unterscheidet sich vom «Handy im anderen Zimmer»: Schalte die Benachrichtigungen einfach aus. So zieht dich jede Nachricht nicht in den Bann. Geh rein, wenn du Lust hast, nicht wenn die App dich dazu treibt. Und wenn jemand nach einem schönen Gespräch verschwindet, denk dran, dass er oder sie wahrscheinlich das Gleiche mit zehn anderen Leuten macht. Es ist keine persönliche Ablehnung; es ist, dass Leute nicht wissen, was sie wollen, oder hundert Optionen offenhaben. Das sagt etwas über sie aus, nicht über dich.