Das echte Geld bei Immobilien im Nebengeschäft kommt nicht vom Jagen zufälliger Angebote, sondern davon, dass man Leute kennt, die gerade aktiv kaufen oder verkaufen. Wenn du bereits im Verkauf tätig bist, hast du ein Netzwerk - das ist dein eigentliches Kapital hier. Bevor du Geld für die Lizenzierung ausgibst, überprüfe, ob du vielleicht 3 - 5 Leute in deinem Umfeld hast, die dich im nächsten Jahr tatsächlich nutzen würden. Wenn nicht, werden die Testgebühren und Unterrichtsstunden ganz schnell zu versenkten Kosten.
Hier ist, was die meisten übersehen: Die Makler-Provision ist nicht dein einziges Problem - es ist vielmehr, dass Deals Monate brauchen, um abgeschlossen zu werden, und du brauchst einen konstanten Fluss an neuen Objekten. Das Haus deines Kumpels zu inserieren klingt schön, bis du merkst, dass du Marktanalysen machst, Besichtigungen koordinierst, Verhandlungen führst - und das alles neben deinem Vollzeitjob im Vertrieb. Das ist Burnout-Territorium. Aber hier kommt ein praktischer Ansatz: Einige Makler lassen dich dich lizenzieren und bleibst dabei weitgehend inaktiv, bearbeitest nur Deals, die dir persönlich zufallen. Das ist billiger als aktiv Kunden zu akquirieren, und bedeutet, dass du dich nicht selbst dazu zwingst, Deals zu bearbeiten, für die du keine Zeit hast.
Die ehrliche Antwort: Wenn du Häuser am Wochenende flippen möchtest, ist das etwas anderes als Immobilien zu verwalten, und du brauchst nicht mal eine Immobilienlizenz zum Flippen (du brauchst Kapital und Zeit). Wenn es darum geht, die Häuser deiner Freunde zu vermarkten, frag diese Freunde zuerst, ob sie dich wirklich engagieren würden. Wenn mehr als ein paar Ja sagen, lass dich lizenzieren. Wenn es nur vages Interesse ist, vergiss es und behalte deinen Verkaufsjob.