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Gesagt? Wenn das deine erste ernsthafte Kamera ist, dann kauf dir eine spiegellose. Ja, Spiegelreflexkameras sind günstiger, aber die Hersteller investieren nicht mehr wirklich in ihre Entwicklung - es kommen kaum neue Modelle auf den Markt und die Reihen werden sehr langsam erweitert. Die Unterstützung wird nach und nach eingestellt. Spiegellose Kameras dagegen werden immer kompakter, schneller und günstiger. Außerdem sind sie praktischer für Videos und zum Lernen - du siehst direkt im Sucher, wie das Foto aussehen wird.

Wenn das Budget sehr knapp ist und du eine coole Spiegelreflexkamera wie die Canon EOS 90D oder Nikon D7500 zu einem akzeptablen Preis gefunden hast, dann sind das noch lebende Kameras und sie werden in den nächsten Jahren nicht kaputtgehen. Aber bedenk, dass Objektive dafür bald auf dem Gebrauchtmarkt Mangelware werden und die Technologie sich extrem schnell entwickelt. Bei spiegellosen Kameras gibt es gerade solch einen Sprung, dass das, was vor einem Jahr noch aktuell war, jetzt schon veraltet wirkt.

Ich würde mir Sony, Canon EOS R oder die Nikon Z Serie anschauen - da gibt es Einsteigermodelle, die nicht viel teurer sind als eine gute Spiegelreflexkamera, aber deutlich mehr Funktionen bieten. Plus die Objektive für diese Systeme werden nur mehr. Ich bin auf spiegellos umgestiegen und bereue es kein bisschen.

Für die erste ernsthafte Kamera ist eine Spiegelreflex gar keine schlechte Option. Ja, die Industrie wechselt zu spiegellosen Kameras, aber das bedeutet nicht, dass Spiegelreflexkameras plötzlich nutzlos werden. Ich selbst habe im dritten Semester eine Canon 600D gekauft, und sie funktioniert bis heute einwandfrei. Das Wichtigste sind die Objektive, und die sind bei Spiegelreflexkameras viel günstiger und es gibt einfach wahnsinnig viele auf dem Gebrauchtmarkt. Wenn du anfängst zu fotografieren, wirst du dein Objektivsortiment nach und nach erweitern, und das Spiegelreflexsystem schlägt sich hier budget-mäßig um das Fünffache besser.

Spiegellose Kameras entwickeln sich technologisch tatsächlich schneller und sind bequemer in der Handhabung (man sieht das Ergebnis sofort auf dem Display), aber dafür zahlst du. Außerdem leert sich der Akku schneller und die neuen Vollformat-Modelle kosten mehr als das absolute Top bei Spiegelreflexkameras. Wenn du nicht so viel Geld hast und nicht weißt, ob du dich ernsthaft mit Fotografie beschäftigen wirst, kauf dir eine Spiegelreflex. Zum Beispiel eine Nikon D7100 oder die gleiche Canon 600D/700D gebraucht - das ist ein guter Start für wenig Geld.

Der einzige Punkt - vergewissere dich, dass man Objektive für das gewählte System in deiner Region finden kann. Aber das ist selten ein Problem, besonders bei Canon und Nikon. Technologie wird nicht in dem Sinne veraltet, dass sie aufhört zu funktionieren. Sie veraltet, wenn die Hersteller die Unterstützung einstellen, und das passiert nicht früher als nach 10-15 Jahren.

Je nachdem, wofür: wenn du lernen und für dich selbst fotografieren möchtest, ist eine Spiegelreflexkamera eine großartig Option, die werden noch lange funktionieren und unterstützt. Aber wenn du planst, dich ernsthaft in der Fotografie zu entwickeln, dann ist eine spiegellose Kamera bereits der Standard, das Objektivökosystem expandiert genau dahin, also könnte es mit der Zeit schwieriger werden, das Nötige zu finden.

Hör mal, ich bin Mechaniker und nicht Fotograf, aber ich sehe diese Situation aus der Perspektive von Kunden, die mich in der Werkstatt konsultieren. Hier ist die Wahrheit: Spiegelreflexkameras veralten nicht in Bezug auf Funktionalität. Canon 5D Mark IV oder Nikon D850 sind immer noch Meisterwerke und schaffen professionelle Arbeiten ohne Probleme. Wenn du einen Body mit einer guten Sensor und guter Optik kaufst, werden sie noch fünf bis zehn Jahre lang relevant sein. Spiegellose Kameras sind natürlich die Zukunft, aber eine Spiegelreflexkamera wird nicht „veraltet", genauso wie ein alter Motor nicht schlecht wird, nur weil es eine modernisierte Version gibt.

Aber es gibt einen Haken mit dem Ökosystem. Die Hersteller drängen tatsächlich darauf, zu spiegellosen Kameras überzugehen und geben günstiger neue Objektive dafür aus. Wenn du jetzt eine Spiegelreflexkamera nimmst, wird es in ein paar Jahren weniger Optionen geben, um dein Arsenal zu erweitern. Eine spiegellose Kamera ist eine Investition in die Zukunft, obwohl sie teurer ist. Dazu kommt der elektronische Sucher bei spiegellosen Kameras ist komfortabler, der Autofokus ist besser, die Gehäuse sind kompakter.

In deiner Position würde ich mir eher anfängliche spiegellose Kameras anschauen und nicht Top-Spiegelreflexkameras. Zum Beispiel die Sony a6000-Serie oder Canon R50 - nicht teuer, aber damit kann man besser wachsen. Wenn das Geld sehr knapp ist, dann ja, eine Spiegelreflexkamera für die Hälfte des Preises geht auch und hält lange, aber behalte diese Geschichte mit den Objektiven im Hinterkopf.

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