Du bist ganz sicher nicht allein, nur ist das eher eine persönliche Entscheidung als ein Trend. Ich verstehe, warum deine Freundinnen lachen - tatsächlich ist das Handy für die meisten Menschen zum Universal-Tool geworden. Aber das bedeutet nicht, dass der gedruckte Reiseführer veraltet ist. Menschen reisen einfach auf unterschiedliche Weise. Der eine verlässt sich komplett auf Google Maps und aktuelle Bewertungen, der andere kombiniert beide Ansätze, und wieder einer bevorzugt eben das gedruckte Format. Das ist völlig normal.
Im Reiseführer steckt wirklich etwas, das Apps nicht bieten. Du kannst dich zu Hause in Ruhe vorbereiten, Interessantes markieren, Details bemerken, die der Algorithmus dir nicht vorschlagen würde. Mit einer Tasse Kaffee im Hotel darin zu blättern - das ist einfach eine besondere Art von Vergnügen. Und vor allem, wie du sagst, die Unabhängigkeit vom Akku. Wenn das Handy leer ist, weißt du trotzdem, wohin du gehen sollst und was du dir anschauen kannst, ohne in Panik zu geraten. Mir scheint, das ist ein vernünftiger Ansatz, besonders wenn du in Gegenden mit schlechtem Internet fährst.
Plus handschriftliche Notizen machen Sinn - du wirst dir die Route besser merken, als wenn du einfach nur auf der Karte scrollst. Es ist wie Stricken: Man kann sich Videotutorials auf YouTube anschauen, aber viele bevorzugen eine gedruckte Anleitung auf dem Tisch. Jedem das Seine. Hör nicht auf die Hänseleien, wähle das, was dir angenehm ist.