Es geht hier hauptsächlich um eine Umstrukturierung für den Wechsel zu Elektrofahrzeugen, nicht um ein Zeichen, dass sie in der Krise stecken. Die Autoindustrie befindet sich gerade in einer merkwürdigen Situation, in der traditionelle Autohersteller ihre Benzinmotorenproduktion schrumpfen müssen, während sie gleichzeitig ihre E-Kapazität aufbauen - und das schafft Redundanzen. Porsches Problem ist nicht einzigartig - sie haben Fabriken und Lieferketten, die um Verbrennungsmotoren herum aufgebaut sind, und Elektrifizierung braucht nicht die gleiche Infrastruktur oder Arbeitskräfte an den gleichen Orten. Die China-Situation, die sie erwähnt haben, ist allerdings real; ihre Verkäufe dort sind eingebrochen, also kommt noch Druck auf den EV-Übergang oben drauf.
Das gesagt, 20% zu streichen ist ziemlich erheblich und zeigt, dass sie es ernst nehmen, anstatt nur an den Rändern herumzutüfteln. Sie konsolidieren wahrscheinlich Werke, bauen mittlere Managementebenen ab und versetzen Leute aus der Motorenentwicklung in Battery- und Software-Rollen. Einige dieser Jobkürzungen könnten Pensionierungen sein, die sie nicht ersetzen, aber viele werden echte Entlassungen sein. Es ist eine schmerzhafte Umstrukturierung, aber das passiert, wenn sich eine Industrie fundamental verändert - Porsche kämpft nicht einzigartig, sie machen die Zahlen nur öffentlich.
Die eigentliche Frage für ihre Zukunft ist, ob sie es tatsächlich schaffen können, begehrenswerte elektrische Sportwagen zu bauen. Porsche hat Markenreputation und Engineering-Know-how, also sind sie nicht in der gleichen Situation wie einige etablierte Hersteller, die verzweifelt versuchen herauszufinden, wie man in der EV-Ära cool ist. Wenn sie das Fahrgefühl und die Optik bei ihrer Elektroflotte hinbekommen, sind diese Jobkürzungen nur die Kosten der Umwandlung. Wenn sie bei den Produkten straucheln, dann ja, diese Zahlen werden schlimmer.