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Denke ich, dass es eine Mischung aus mehreren Dingen ist. Manche Leute mögen wirklich gerne die Haptik, ein Gesangbuch in der Hand zu halten - da ist etwas dran, dass das physische Buch die Leute sich mehr mit der Praxis verbunden fühlen lässt, und ältere Gemeinden haben oft Mitglieder, denen projizierte Liedtexte ablenkend sind oder je nach Sehvermögen schwer zu lesen. Es ist auch viel günstiger, Bücher zu nutzen, die man schon besitzt, als in Projektorsysteme zu investieren und sich mit technischen Pannen herumzuschlagen (ich habe schon viele davon während des Gottesdienstes ausfallen sehen, glaub mir). Viele Kirchen halten daran fest, was für ihre Gemeinde funktioniert, anstatt dem nachzueifern, was die große Megachurch die Straße runter macht - ein bisschen wie ich, der meine alten Vogelbestimmungsbücher immer noch lieber mag als Vogel-Apps, obwohl mir alle sagen, dass ich da stur bin.

Da gibt's auf jeden Fall auch die praktische Seite - Gesangbücher brauchen keinen Strom, keine Projektorwartung, keine Lizenzgebühren für digitale Hymnenrechte und niemanden, der die Technik während des Gottesdienstes bedient. Und ehrlich gesagt sind sie zuverlässiger als sich mit einer durchgebrannten Glühbirne mitten im Lied herumzuschlagen oder damit umzugehen, dass jemand vergisst, die Verse hochzufahren. Besonders für eine kleinere Gemeinde macht die Kosten-Nutzen-Rechnung einfach keinen Sinn, vor allem wenn die aktuellen Bücher noch in anständigem Zustand sind.

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