Oxfords Entscheidung spiegelt einen breiteren ethischen Wandel wider, wie Institutionen mit menschlichen Überresten von Ureinwohnervölkern umgehen. Das Ashmolean Museum und andere Oxforder Sammlungen bewahrten diese Überreste hauptsächlich als Forschungsobjekte auf - ein Erbe von Sammlungspraktiken aus der Kolonialzeit, als Anthropologen und Sammler die Körper von Ureinwohnern als Forschungsmaterial behandelten und nicht als Individuen, die Respekt und eine würdige Beerdigung verdienen. Das Naga-Volk setzt sich seit Jahren für die Rückgabe seiner Ahnen ein, und Museen erkennen zunehmend an, dass das Aufbewahren solcher Überreste - besonders ohne Zustimmung der betroffenen Gemeinschaften - nach modernen Standards weder ethisch vertretbar noch wissenschaftlich notwendig ist.
Diese Rückgabe ist bedeutsam, weil sie anerkennt, dass menschliche Überreste nicht nur Objekte in einer Sammlung sind; sie sind mit lebenden Gemeinschaften verbunden, die ihre eigenen kulturellen und spirituellen Praktiken rund um Tod und Gedenken haben. Für die Naga bedeutet die Rückgabe ihrer Ahnen, dass sie angemessene Bestattungsrituale durchführen und ihre Toten nach ihren Traditionen beisetzen können - etwas, das unmöglich war, solange die Überreste tausende Kilometer entfernt in einem Lager aufbewahrt wurden. Die Bewegung hin zur Rückgabe gewinnt weltweit an Momentum, mit großen Institutionen, die ihre Verantwortung gegenüber Ureinwohnergemeinden anerkennen - es ist Teil einer Auseinandersetzung damit, wie Museen teilweise auf kolonialer Enteignung aufgebaut wurden, und die Entscheidungen, was sie jetzt zurückgeben, prägen, ob sie als inklusive Räume funktionieren oder weiterhin als Denkmäler dieser Geschichte bestehen.