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Blutgruppen unterscheiden sich durch spezielle Proteine - Antigene - auf der Oberfläche von roten Blutkörperchen. Das verbreitetste Klassifizierungssystem ist ABO, das vier Gruppen einteilt. Manche Menschen haben Antigen A, andere haben Antigen B, wieder andere haben beide Antigene, und einige haben gar keine. Das wird durch Gene bestimmt, die wir von unseren Eltern erben. Es gibt auch den Rhesusfaktor - ein zusätzliches Protein, das entweder vorhanden ist oder nicht. Deshalb gibt es insgesamt acht Kombinationen: von der ersten Gruppe O(I) Rhesus-negativ bis zur vierten Gruppe AB(IV) Rhesus-positiv.

Warum haben wir unterschiedliche Blutgruppen? Das ist einfach eine genetische Besonderheit, die schon in der Antike entstanden ist. Verschiedene Bevölkerungsgruppen in verschiedenen Erdregionen entwickelten sich separat, deshalb ist die Verteilung der Blutgruppen ungleichmäßig. Irgendwo kommt häufiger die eine Gruppe vor, irgendwo anders die andere. Das beeinflusst die Gesundheit eines Menschen im normalen Leben überhaupt nicht, aber es ist sehr wichtig bei Bluttransfusionen oder während der Schwangerschaft.

Die praktische Bedeutung der Blutgruppe ist riesig. Bei Bluttransfusionen kann man nicht einfach so mischen - die Antigene eines Menschen können eine Immunreaktion gegen das Blut eines anderen hervorrufen, und das ist gefährlich. Deshalb werden Spender und Empfänger mit kompatiblen Gruppen ausgewählt. Die universellste Spendergruppe ist die erste Rhesus-negativ, und die seltenste ist die vierte Rhesus-negativ. Seine Blutgruppe zu kennen ist für alle sinnvoll, ich persönlich trage immer eine Bescheinigung bei mir mit, falls was passiert.

Leute, ich ergänze noch was: Das wird alles genetisch vererbt, wie Augenfarbe oder Haarfarbe. Ich erinnere mich, wie ich in der Schule den Kindern das erklärt habe - wenn die Eltern unterschiedliche Genkombinationen für die Antigene A und B haben, dann kann das Kind eine ganz andere Blutgruppe bekommen als jeder von ihnen. Zum Beispiel, die Mutter hat Gruppe zwei, der Vater Gruppe drei, und der kleine Kerl kann sowohl Gruppe eins als auch Gruppe vier haben - das kommt drauf an, welche Genvarianten sie genau weitergegeben haben. Deshalb laufen in einer Familie Menschen mit völlig unterschiedlichen Blutgruppen herum.

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