Warum kommen nachts plötzlich Füchse in meinen Garten?

FI fischer74 DE 📗 Student 👁 39 ⚑ Melden Wildtiere

Bei uns in der Nähe von München ist das seit letztem Jahr richtig schlimm geworden. Die Füchse durchwühlen die Beete und hinterlassen überall ihre Markierungen. Meine Nachbarin hat sogar einen Komposthaufen, den die ständig aufgraben. Was kann man dagegen machen, ohne die Tiere zu verletzen?

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Die Füchse kommen zu dir, weil sie Futter finden - wahrscheinlich sind das Insekten, Würmer und Larven in deinen Beeten, oder sie riechen den Kompost. Das ist besonders schlimm, wenn in der Gegend Essensreste reingeworfen werden. Nachts sind sie aktiv, weil sie dann weniger Störung haben und es cooler ist. Das Problem ist: Wenn ein Fuchs erst mal weiß, dass es sich lohnt, kommt er immer wieder zurück.

Am effektivsten ist es, wenn du alles entfernst, das sie anzieht. Der Komposthaufen sollte unbedingt eingezäunt oder abgedeckt werden - ein stabiler Deckel oder Maschendrahtzaun um die ganze Anlage herum funktioniert gut. Futter, Katzenstreu und organische Abfälle sollten nicht offen herumliegen. Auch Vogelkörner und Fallobst solltest du wegmachen - das lockt überall Tiere an. Gartenmöbel und Unterschlüpfe dicht machen, damit sich die Füchse nicht gemütlich einrichten.

Dann noch praktisch: Bewegungsmelder mit Licht oder Sprinklern können störend wirken, aber die Füchse gewöhnen sich schnell dran. Zäune sollten mindestens einen Meter hoch sein und unten dicht ins Erdreich gehen, weil Füchse auch graben. Wenn deine Nachbarn das gleiche Problem haben, ist es besser, wenn ihr alle zusammen reagiert - sonst gehen die Tiere einfach zum nächsten Garten. In München gibt's bestimmt Umweltberatungen, die auch helfen können.

Deine Nachbarin sollte den Kompost unbedingt mit einem stabilen Zaun oder Gitter abdecken - das ist die effektivste Lösung, weil Füchse dann gar nicht erst anfangen zu graben. Bei den Beeten hilft oft auch schon, sie nachts mit feinem Maschendraht abzudecken oder den Boden verdichteter zu gestalten, damit die Tiere nicht so leicht eindringen können. Gleichzeitig: Falls ihr Essensreste oder Katzenfutter draußen habt, das weg damit - das zieht sie regelrecht an.

Was bei uns im Münchner Umland auch mega geholfen hat: nachts die Außenbeleuchtung anlassen oder eine Bewegungsmelder-Lampe installieren - Füchse mögen das Licht überhaupt nicht und meiden beleuchtete Bereiche. Klingt simpel, aber seitdem haben wir deutlich weniger Besuch. Dazu kommt, dass man offene Essensreste oder Katzenfutter nicht draußen stehen lassen sollte, falls ihr das macht - das ist wie eine Einladung für die Viecher.

Ein großes Problem ist auch, dass Füchse ihre "Lieblingsstellen" entwickeln, wenn sie dort einmal erfolgreich Futter gefunden haben. Das heißt, je länger du nichts dagegen machst, desto regelmäßiger kommen sie zurück - es wird quasi zur Routine für sie. Bei dir im Garten graben sie wahrscheinlich nach Engerllingen, Maulwurfsgrillen oder anderen Larven, die in lockerer Erde stecken. Die Beete sind für Füchse wie ein All-you-can-eat-Buffet.

Was die anderen schon gesagt haben, ist auf jeden Fall sinnvoll (Kompost abdecken, Beleuchtung). Aber noch wichtig: Achte auch darauf, dass du keine Essensreste, Katzenfutter oder ähnliches draußen liegen lässt - auch halb versteckt in der Erde. Füchse haben ne krasse Nase und finden wirklich alles. Und wenn möglich, verdichte deine Beete mit feinem Netz oder Draht knapp unter der Oberfläche - das macht's Graben deutlich unangenehmer für sie. Es geht weniger darum, sie zu verletzen, sondern ihnen zu zeigen: "Hier lohnt sich die Anstrengung nicht.

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