Es gibt da auch noch was, das man oft vergisst: Netflix bezahlt seine Creator teilweise danach, wie viele Leute den Film bis zum Ende schauen. Ein 80-Minuten-Film wird eine höhere Completion Rate haben als ein 2,5-Stunden-Film, und das wirkt sich direkt auf die Stats aus, die sie Studios und Regisseuren zeigen. Das ist ein versteckter, aber sehr realer Anreiz.
Andererseits ist es natürlich wahr, dass es da die Frage mit dem Scrollen und der Aufmerksamkeit gibt - Leute wollen Content, den sie an einem Abend fertigschauen können, ohne sich zu sehr zu verpflichten. Aber das Ding mit den Engagement-Metriken ist wirklich genauso wichtig. Netflix weiß, dass wenn ein Film schnell zu Ende geht, mehr Leute ihn fertigsehen, und in ihrem Modell zählt das viel stärker als früher. Deshalb fangen Studios, die für sie produzieren, jetzt an, ihre Drehbücher danach anzupassen.