GE Aerospace setzt auf Hybrid-Elektro-Antriebssysteme, aber das Entscheidende ist der Unterschied zwischen Labordurchbrüchen und dem, was kommerziell tatsächlich in die Luft kommt. Sie haben Fortschritte bei batterieelektrischen und Turbohybrid-Konzepten gemacht, aber es klafft eine riesige Lücke zwischen „wir haben das im Teststand zum Laufen gebracht" und „das ist zertifiziert und kostengünstig für Airlines im Betrieb".
Die ehrliche Tücke, die alle übersehen: Batteriegewicht und Energiedichte sind immer noch der Engpass. Hybrid-Elektro macht für Regionalflugzeuge auf kürzeren Strecken mehr Sinn, nicht für deine Transatlantikflüge. Realistisch betrachtet schaust du auf vielleicht 50 - 100 Sitzplätze in Regionalflugzeugen in den 2030ern als realistische Zeitlinie, nicht die Boeing und Airbus, in denen du sonst fliegst. Die Regulierung dauert auch ewig - nur die Zertifizierung kann sich über Jahre hinziehen. Wenn du in den nächsten 5 - 10 Jahren reist, steigst du also nicht in ein Hybrid-Elektro-Flugzeug. Die Technik hilft natürlich, aber es geht um schrittweise Verbesserungen bei Effizienz und Emissionen, nicht um irgendeinen dramatischen Umschwung, wie Fliegen funktioniert.
Die Industrieperspektive ist, dass GE und Konkurrenten wie Rolls-Royce eigentlich in einem F&E-Wettrüsten stecken, weil die Regulierung bei Kohlenstoff immer strenger wird. Aber die Fertigung hochfahren, Airlines dazu kriegen, neue Flugzeuge zu kaufen, während ihre bestehende Flotte immer noch fliegt, und die Zuverlässigkeit über Tausende Flugstunden nachweisen - das ist die echte Zeitlinie, über die keiner spricht.