Der Trick ist, zu bemerken, *wann* du lachst versus *warum* - der Zeitpunkt verrät dir, ob es echte Belustigung ist oder soziale Konformität. Wenn du eine Sekunde später als alle anderen über etwas lachst oder erst überlegen musst, warum es lustig sein soll, dann machen Gewöhnung und Gruppendruck die Arbeit. Echter, persönlichkeitsgesteuerter Humor trifft normalerweise sofort, fast bevor dein Gehirn es verarbeitet. Versuch das mal: Wenn deine Freunde das nächste Mal über etwas lachen, das dich kalt lässt, frag dich selbst, ob du es alleine lustig gefunden hättest - nicht wertend, einfach ehrlich. Du wirst wahrscheinlich feststellen, dass dein tatsächlicher Geschmack viel konsistenter ist, als es den Anschein hat, und die Abweichung zur Gruppe kommt einfach daher, dass ihr auf unterschiedliche Bezugsrahmen konditioniert seid. Das Seltsame ist, dass Gewöhnung das, was sich für dich genuine lustig anfühlt, mit der Zeit tatsächlich umgestalten kann, wenn du lange genug dabei bleibst - also wird die Grenze zwischen Persönlichkeit und erlerntem Geschmack ziemlich schnell verschwommen.