Das Wichtigste ist, dass du mit leichterem Druck arbeiten musst und die richtige Pinselgröße wählst - ein fluffiger Pinsel ist eigentlich zu weich für präzises Blending, wenn du anfängst. Besser funktioniert ein kleinerer, etwas dichter gewebter Blending-Pinsel (so etwas wie ein Stift- oder spitz zulaufender Pinsel) und Bewegungen wie Scheibenwischer entlang der Kanten, wo deine Farben aufeinandertreffen. Versuche nicht, alles auf einmal zu blenden; arbeite stattdessen mit kurzen, leichten Strichen, die hin und her über diese harte Linie gehen, und bleibe nur in der Übergangszone zwischen den beiden Farbtönen. Das gibt dir mehr Kontrolle als ein großer, fluffiger Pinsel, der überall Farbe aufnimmt.
Das Verlaufen-Problem entsteht, weil du wahrscheinlich zu viel Pigment verwendest oder zu aggressiv blendest. Versuch stattdessen das: Nachdem du deinen dunkleren Farbton aufgetragen hast, nimmst du nur eine winzige Menge des helleren Farbtons mit deinem Blending-Pinsel auf und featherst ihn in die Kante, statt zu versuchen, die dunkle Farbe ins Helle zu ziehen. Du könntest auch einen sauberen, trockenen Pinsel nehmen und einfach entlang der Linie buffeln, ohne neue Farbe - manchmal reicht das aus, um die Kanten zu erweichen. Und lass deine Lidschatten zwischen den Schichten vollständig trocknen, sonst werden sie einfach zu Matsch.
Noch eine Sache, die wirklich viel hilft: Übe erst mal nur mit zwei Farben, bevor du eine dritte hinzufügst. Gewöhn dich an einen einfachen Übergang beim Blending, dann baue darauf auf. Es geht um Geduld und leichten Druck, nicht darum, den perfekten Pinsel oder die perfekte Technik zu haben.