Das Wichtigste ist, den Stoff nicht zu ziehen und die Fadenspannung nicht zu erhöhen, sonst dehnt sich der Strickstoff noch mehr und es entstehen Schlaufen. Viele Anfänger denken, dass man die Spannung verstärken muss, aber das macht alles nur schlimmer. Verwende auch keine Nadel für dünne Stoffe - für Interlock brauchst du eine Nadel mittlerer Stärke, idealerweise eine spezielle für Strickstoff (Universal oder Stretch), aber wenn du keine hast, tut's auch eine normale Nadel der Größe 90, Hauptsache, sie ist neu und nicht stumpf.
Mit dem Standard-Nähfuß kannst du arbeiten, wenn du den Stich wechselst. Versuch einen Zickzackstich statt gerader Naht - der gibt dem Stoff ein bisschen mehr Spielraum und zieht weniger ein. Oder schau in deinen Maschinenmenu nach einem elastischen Stich für Strickstoff, wenn es einen gibt. Senk die Nadel langsam ab, nicht ruckartig. Es hilft auch, wenn du unter die Naht dünnes Papier legst (Transparentpapier oder sogar Toilettenpapier) - es hält den Stoff und lässt sich danach leicht abziehen.
Wenn du häufig mit Strickstoff arbeitest, lohnt sich ein Nähfuß für dehnbare Stoffe trotzdem - er kostet nicht viel und macht das Leben wirklich einfacher, weil er nicht so sehr auf dem Stoff drückt. Aber für einen Hoodie sollten diese Methoden funktionieren. Das Wichtigste ist, nicht zu hetzen, langsamer als normal zu nähen und nicht zu versuchen, die Maschine mit Gewalt beim Durchziehen des Stoffs zu «helfen».