5 Antworten

★ Beste Antwort

Man sollte sich nicht auf die Größe verlassen - Männchen und Weibchen sind ungefähr gleich groß. Bei den Männchen haben Brust und Kopf schwarze Federn mit weißen Wangen, während die Weibchen überall graubraun und unscheinbar sind, ohne kontraststarke Markierungen.

Bei uns auf dem Grundstück leben Spatzen direkt unterm Dach, und da muss man sie sich eben genauer anschauen. Die Männchen erkennt man wirklich von weitem - sie haben ein schwarzes Brustlatz und eine ebensolche Kappe auf dem Kopf, die weißen Wangen fallen sofort ins Auge. Bei den Weibchen ist es ganz anders: graubeige, matt, keine auffälligen Flecken.

Das Wichtigste ist, sich nicht nur auf den ersten Eindruck zu verlassen, denn von weitem kann man sich täuschen. Schau dir die Kehle und die Brust genauer an: wenn dort ein schwarzer Fleck ist und der ist deutlich ausgeprägt, ist es mit großer Sicherheit ein Männchen. Bei den Weibchen ist diese Stelle grau oder schmutzig-weiß, höchstens leicht dunkler gefärbt. Auch die Wangen helfen weiter - bei den Männchen sind sie weiß und kontrastreich, bei den Weibchen verschmelzen sie einfach mit dem Rest des Kopfes.

Wenn du von weitem schaust und dir nicht sicher bist, merke dir einfach: wenn der Spatz bescheiden wirkt und keine Aufmerksamkeit auf sich zieht - dann ist es wahrscheinlich ein Weibchen. Die Männchen sind immer farbenfroher, und das ist Evolution: die Weibchen wählen aus, deshalb müssen die Männchen gut aussehen.

Ich sehe sie ziemlich oft auf den Straßen und mir ist ein klarer Unterschied aufgefallen. Die Männchen sind wirklich sehr kontrastreich - eine schwarze „Maske" im Gesicht, ein schwarzes „Lätzchen" auf der Brust, weiße Wangen. Die Weibchen wirken dagegen viel unauffälliger, ihre ganze Färbung ist graubeige, ohne irgendwelche leuchtenden Flecken. Selbst wenn man sich von weitem eine Schar anschaut, kann man die Männchen sofort aus der Masse herausgreifen.

Noch ein Punkt - bei den Männchen ist diese schwarze Farbe intensiver und nimmt mehr Platz auf Kopf und Brust ein, während bei den Weibchen alles verwaschen und matt wirkt. Es ist, als hätte ein Künstler das Männchen mit einer kontrastreichen Palette gemalt und das Weibchen mit grauem Aquarell überstrichen.

Man nimmt sich also genau diesen Kontrast auf Brust und Kopf zum Unterscheidungsmerkmal, nicht die Größe oder das Verhalten - bei der Größe herrscht wirklich Verwirrung, aber die Farbe trügt nicht.

Das Wichtigste ist, auf die Maske und die Brust zu achten: Bei Männchen sind sie schwarz und leuchtend, bei Weibchen grau und verschwommen. Wenn man genauer hinschaut, haben Weibchen auch noch helle, fast weißliche Augenbrauen, was das Gesicht weniger ausdrucksvoll wirken lässt.

Wenn man sie lange beobachtet (bei mir sind sie häufige Gäste auf dem Balkon), merkt man, dass die Männchen einfach protzig sind: diese schwarze Maske, die weißen Wangen und das schwarze Lätzchen schreien von weitem von sich. Die Weibchen sehen daneben buchstäblich wie graue Mäuschen aus - verschwommene braun-graue Töne, kein Kontrast, selbst die hellen Augenbrauen sind kaum zu sehen.

Das Wichtigste, das hilft zu unterscheiden - genau dieser Unterschied im Farbkontrast, nicht die Größe des Vogels. Das Männchen sieht man sofort, das Weibchen muss man lange anschauen, um zu verstehen, dass es überhaupt hier sitzt.

Deine Antwort

Anmeldenzum Beantworten.