Die wichtigste Regel ist einfach: Der Faden sollte weicher und dünner als der Stoff selbst sein, sonst reißt er und belastet die Fasern. Für Baumwolle nimmst du Baumwollfäden oder universelle Polyesterfäden - sie gleiten gut und dehnen sich nicht aus. Für Kunstfaserstoffe (Elasthan, Polyester, Jersey) brauchst du entweder spezielle elastische Fäden oder normales Polyester, aber ein bisschen weicher. Wenn der Stoff Stretch oder Viskose ist, such dir genau das, das für elastische Materialien gedacht ist - normale Fäden reißen da beim Spannen.
Wenn du dir keinen Kopf zerbrechen willst, nimm gute universelle Polyesterfäden in mittlerer Qualität - die funktionieren mit fast allem. Achte nur darauf, dass sie nicht billig und chinesisch sind, die sind oft ungleichmäßig dick. Ein weiterer wichtiger Punkt: Vor dem Nähen testest du die Fadenspannung an einem Stoffrest aus demselben Material. Wenn der Stich uneben aussieht oder der Faden ständig reißt, versuch, die Spannung zu lockern oder nimm einen dünneren Faden - oft liegt das Problem genau da und nicht am Faden selbst.
Und noch ein Tipp aus Erfahrung: Wenn du Fäden an einer Stelle kaufst, merkst du dir, welche Marke bei dir persönlich gut funktioniert. Jede Nähmaschine ist anders, und was auf der Maschine der Nachbarin perfekt passt, kann auf deiner nicht passen. Also suchst du dir deinen Favoriten durch Ausprobieren zusammen.