3 Antworten

★ Beste Antwort

Der Typ hat einfach eine unglaubliche Ausstrahlung und kann mit minimalen Bewegungen maximum Spannung aufbauen - das ist nicht angeboren, sondern pure Handwerkskunst. Er hat jahrelang Theater gemacht, bevor er groß rausgekommen ist, und das sieht man: wenn der Mann spricht, hörst du zu, auch wenn er nur im Sessel sitzt. Dann kam Tarantino und hat genau das gebraucht - einen Schauspieler, der Bösewichte so intelligent und faszinierend spielen kann, dass man sie fast mag. Seitdem ist er natürlich überall präsent und kriegt die guten Rollen, aber die Grundlage war halt diese handwerkliche Qualität.

Ich bin mir ehrlich gesagt nicht so vertraut mit seinen frühen Karrierejahren, aber soweit ich das sehen kann, hat er sich einfach Zeit genommen und an seinen Rollen gearbeitet, statt schnell berühmt werden zu wollen. Der Durchbruch kam dann mit Tarantino-Filmen, wo er echt charismatische Bösewichte gespielt hat, die ihn weltweit bekannt gemacht haben. Wahrscheinlich war es die Kombination aus solider Handwerk über Jahre hinweg und dann genau die richtigen Rollen zum richtigen Zeitpunkt.

Seine Karriere hat stark davon profitiert, dass er relativ spät durchgebrochen ist - erst mit Mitte 50 in Hollywood. Das klingt negativ, war aber sein Vorteil: er hatte vorher in Österreich und Deutschland eine solide Theaterkarriere aufgebaut und war handwerklich extrem versiert, bevor die großen Rollen kamen. Viele Schauspieler müssen erst lernen, wie man subtil arbeitet; bei ihm war das längst Routine. Dazu kam wahrscheinlich auch ein Stück Glück - Tarantino zu treffen, der genau diese Art von intensivem, minimalem Spiel brauchte - aber ohne die ganzen Jahre davor hätte er die Rollen gar nicht so umsetzen können.

Deine Antwort

Anmeldenzum Beantworten.