Das Wichtigste ist, dich nicht nur darauf zu verlassen, dass die Versicherung angeblich teuer ist oder dass das alle so machen. Ich bin selbst Vater und sehe im Fitnessstudio oft, wie Eltern die Risiken unterschätzen. Eine Sportversicherung kostet Kleingeld im Vergleich zu dem, was eine ernsthafte Behandlung kosten kann. Eine typische Police für ein Jahr kostet ein paar Tausend, aber eine Rechnung für eine Operation bei Bänderriss oder Knochenbruch - das sind Zehntausende. Das ist der Haken: Viele denken, dass die normale Krankenversicherung Sportverletzungen abdeckt. In der Praxis gibt es aber oft Ausnahmen genau für Verletzungen, die beim Sport entstanden sind.
Was genau du tun musst - schau dir zuerst an, welche Sportart dein Sohn betreibt. Wenn es Kontaktsportarten sind (Ringen, Eishockey, Fußball) oder Hochrisikosportarten (Turnen, Freestyle), dann ist eine Versicherung fast obligatorisch. Wenn es Schwimmen oder Leichtathletik im Amateurclub ist, ist das Risiko niedriger, aber das heißt nicht, dass es gar kein Risiko gibt. Ruf unbedingt vor dem Kauf die Versicherungsgesellschaft an und frag konkret, was in der Police enthalten ist - welche Sportarten sind versichert, gibt es einen Selbstbehalt, was ist das Maximum der Auszahlung. Manche Policen decken nur Verletzungen ab, die stationär behandelt werden müssen, und schließen ambulante Behandlung aus.
Nach 13 Jahren Homeoffice habe ich mir angewöhnt, Vertragsbedingungen genau zu lesen, und mit Versicherungen ist es genauso. Nimm dir 20 Minuten Zeit für ein Gespräch mit dem Versicherer - und du wirst dich hinterher nicht verfluchen.