Die Frage ist etwas falsch gestellt - es geht nicht so sehr darum, ob Menschen den Sinn darin sehen, sondern eher darum, dass viele gar nicht wissen, was bereits von ihrer normalen Police abgedeckt ist. Die Grundkrankenversicherung in Russland zahlt natürlich die Behandlung von Brüchen oder Zerrungen, aber bei spezialisierter Rehabilitation, Physiotherapie und Konsultationen bei Fachspezialisten fangen die Probleme oft erst an. Eine Sportversicherung deckt genau diese Punkte normalerweise ab, plus Entschädigung für versäumtes Training und verpasste Wettkämpfe. Die kostet meist zwischen ein- bis zweitausend Rubel pro Jahr und mehr.
Ein Fallstrick, auf den niemand hingewiesen hat: Man muss die Bedingungen der konkreten Police lesen. Es kann sein, dass Verletzungen während Wettkämpfen ausgeschlossen sind oder umgekehrt nur während Wettkämpfen - je nachdem, welches Programm man wählt. Manche Versicherungen verlangen ein ärztliches Attest oder eine Bescheinigung des Trainers, dass das Kind zum Training zugelassen ist. Und ein sehr wichtiger Punkt: Wenn bereits eine Verletzung vorgekommen ist oder es schon eine Diagnose gibt, kann man später keine neue Versicherung für diese Sportart abschließen.
Praktischer Tipp: Wenn dein Sohn in etwas wirklich Verletzungsgefährlichem aktiv ist - Ringen, Boxen, Eishockey, Snowboarden - lohnt sich die Versicherung. Wenn es Schwimmen oder Leichtathletik ist, ist das Risiko erheblich geringer, aber dann schau, was genau in seiner Krankenversicherung vor Ort enthalten ist und ob er im Notfall schnell einen guten Spezialisten erreichen kann.