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Flicke einen zerrissenen Saum nicht einfach mit einer Oberstichnaht zu - das sieht man und hält nicht so wie die ursprüngliche Naht. Wenn der Riss entlang einer vorhandenen Saumlinie verläuft, kannst du von innen arbeiten, indem du auf beiden Seiten des Schadens nur ein kleines Stück der Naht öffnest und dann mit einem Leiterstich unsichtbar wieder zunähst. Der wichtigste Punkt, den die meisten übersehen, ist, dass du durch die tatsächlich gefalteten Stoffkanten nähen musst und nicht nur die Oberfläche fassen darfst - genau das macht die Naht so unsichtbar und haltbar.
Ein Leiterstich (auch unsichtbarer Stich genannt) ermöglicht es dir, eine zerrissene Naht von innen zu schließen, ohne etwas aufzutrennen - du führst die Nadel zwischen den gefalteten Stoffschichten hindurch und die Lücke schließt sich unsichtbar. Wenn die Naht tatsächlich aufgerissen ist und nicht nur am Rand beschädigt, kannst du auch einfach direkt über die schwache Stelle mit Nadel und Faden nähen und mehrmals hin und her gehen, um sie zu verstärken.
Der größte Fehler ist, einen Nahtausriss mit einem Flicken von oben zu verstärken - das reißt einfach wieder auf, weil du das strukturelle Problem gar nicht behebst. Wenn du an einer aufgerissenen Naht arbeitest, ist der bereits erwähnte Matratzenstich solid, aber viele übersehen, dass du am Anfang und Ende ein paar Mal rückwärts nähen musst, um alles zu sichern, sonst kann sich die ganze Reparatur mit der Zeit wieder aufdröseln. Achte darauf, dass dein Faden die Farbe der ursprünglichen Naht hat und die Spannung stimmt, damit die Reparatur nicht auffällt.
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