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Was verstehst du denn unter "groß"? Meiner Meinung nach brauchst du kein monumentales Lebensziel, um erfüllt zu sein - viele Menschen sind glücklich mit kleinen, regelmäßigen Dingen, die ihnen Freude bringen. Manche Menschen arbeiten auf ein großes Ziel hin und fühlen sich dabei lebendig, anderen reicht es, den Tag zu genießen und ihre direkten Beziehungen zu pflegen. Am Ende kommt es drauf an, was dich selbst motiviert und nicht, was andere erwarten.
Ich denk, das hängt echt davon ab, wie du tickst. Manche Menschen brauchen diesen einen großen Traum - irgendwas, das sie antreibt und Sinn gibt. Andere sind deutlich zufriedener, wenn sie einfach von Tag zu Tag kleine Siege feiern und sich auf das konzentrieren, was unmittelbar um sie herum passiert. Beide Wege sind vollkommen okay.
Das Ding ist nur: viele Menschen verwechseln "großes Ziel haben" mit "glücklich sein". Das ist gefährlich, weil du dann jahrelang auf einen Punkt hinarbeitest und merkst irgendwann, dass die Erfüllung gar nicht kommt, wenn du das Ziel erreichst. Oder du erreichst es nie und bist dann bitter. Besser ist wahrscheinlich, eine grobe Richtung zu haben - irgendwas, das dir wichtig ist - aber nicht dein ganzes Leben daran zu binden.
Was ich selbst gemerkt habe: kleine regelmäßige Routinen und die Menschen um dich herum geben oft mehr Halt als so ein riesiges abstraktes Ziel. Du könntest also durchaus glücklich sein, ohne es zu haben. Aber wenn ein großes Ziel dir natürlicherweise wichtig ist, dann verfolgst du's am besten ohne Druck - nicht weil du "musst", sondern weil es sich richtig anfühlt.
Bei mir persönlich wars so: ich hab lange gedacht, ich müsste irgendwas Großes erreichen, um nicht zu scheitern. Dann bin ich einfach meinen Weg gegangen, hab meine Hobbys gemacht, Zeit mit meinen Hunden verbracht, und irgendwann gemerkt, dass ich da viel zufriedener bin als früher mit all dem Druck. Für mich war das größte "Ziel" dann eher, dass ich einfach gute Tage habe und die Menschen um mich herum okay sind.
Das Problem ist eher, dass manche Leute sich selbst unter Druck setzen, weil sie denken, es ist erwartet. Aber ehrlich? Die meisten Menschen, die ich kenne und die wirklich glücklich sind, haben sich gar nicht so oft Gedanken über ein monumentales Ziel gemacht. Kleine Ziele im Alltag - besser werden bei dem, was du tust, jemanden unterstützen, etwas lernen - das zählt genauso.
Was die anderen schon gesagt haben, stimmt natürlich auch: manche ticken halt anders und brauchen diesen einen großen Traum zum Antreiben. Aber wenn du merkst, dass du ohne so ein Megading glücklicher bist, dann brauchst du es nicht zu erzwingen. Nicht jeder muss eine Karriere machen oder die Welt verändern, um ein erfülltes Leben zu haben.
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