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Okay, also bei Solaranlagen ist das Wichtigste, deine aktuellen Verbräuche zu kennen. Schau dir deine letzten Stromrechnungen an - die zeigen dir in kWh, wie viel du im Schnitt pro Monat verbrauchst. Bei mir im Warehouse haben wir beispielsweise etwa 15.000 bis 20.000 kWh pro Jahr, aber das ist natürlich völlig anders als bei einem Privathaushalt. Für dich ist entscheidend: Multiplizier deine monatlichen kWh mit 12, und dann hast du deinen Jahresverbrauch. Das ist deine Ausgangszahl.

Jetzt brauchst du zu wissen, wie viel Sonne bei dir ankommt. Das hängt stark davon ab, wo du wohnst, wie deine Dachausrichtung ist (Süd ist optimal, aber auch Ost/West funktionieren) und wie viele Verschattungen es gibt. Der Neigungswinkel sollte idealerweise zwischen 30 und 35 Grad liegen. Du kannst auf Seiten wie Photovoltaik-Rechner reinschauen oder einen Installateur fragen - die haben meist bessere Daten für deine Region. Mit diesen Infos kann man dann ausrechnen, wie viele kWh deine Anlage pro Jahr etwa produziert.

Dann ist es relativ straightforward: Wenn du 5.000 kWh pro Jahr brauchst und eine 5-kWp-Anlage wirft dir vielleicht 4.500 bis 5.500 kWh pro Jahr ab (je nach Region und Bedingungen), dann passt das. Denk aber dran, dass du im Winter weniger produzierst als im Sommer, also brauchst du möglicherweise noch einen Speicher oder einen Plan für die dunkle Jahreszeit. Manche Leute dimensionieren ihre Anlage größer, um auch im Winter genug zu haben - so 20 bis 30 Prozent Puffer ist nicht verkehrt, wenn du unabhängig sein willst.

Würde nicht einfach irgendwelche Durchschnittswerte nehmen, die du online findest - die passen selten zu deiner echten Situation. Bei mir in der Werkstatt haben wir letztes Jahr ne Anlage geplant und ich hab vorher drei Monate lang jeden Tag abgelesen, was der Zähler zeigt, statt nur auf die Jahresrechnung zu schauen. Das hat mir gezeigt, dass mein Verbrauch im Winter fast dreimal höher ist als im Sommer, und das hätte die Planung sonst komplett verfälscht. Schreib dir über ein, zwei Monate auf, wann du am meisten Strom brauchst - morgens vor der Arbeit, abends beim Kochen, nachts? Dann hast du ne solide Basis zum Rechnen.

Nach 20 Jahren im Sicherheitsdienst kenn ich mich mit Verbrauchsmetern ganz gut aus 😄 aber eines würde ich noch hinzufügen: schau dir nicht nur die Jahresrechnung an, sondern auch wie sich dein Verbrauch über die Monate verteilt - im Winter brauchst du halt meist mehr Strom als im Sommer, und das ist wichtig für die Planung deiner Anlage. Bei mir zuhause stricke ich abends viel, da läuft auch noch ne Lampe mehr, sowas sollte man miteinkalkulieren. Die Kollegen hier haben recht mit den kWh, aber vergiss nicht: deine tatsächliche Solaranlage sollte dann auf deinen durchschnittlichen Tagesverbrauch ausgerichtet sein, nicht nur auf die Jahresbilanz 👍

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