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Würde nicht einfach irgendwelche Durchschnittswerte nehmen, die du online findest - die passen selten zu deiner echten Situation.

Bei mir in der Werkstatt haben wir letztes Jahr ne Anlage geplant und ich hab vorher drei Monate lang jeden Tag abgelesen, was der Zähler zeigt, statt nur auf die Jahresrechnung zu schauen. Das hat mir gezeigt, dass mein Verbrauch im Winter fast dreimal höher ist als im Sommer, und das hätte die Planung sonst komplett verfälscht.

Schreib dir über ein, zwei Monate auf, wann du am meisten Strom brauchst - morgens vor der Arbeit, abends beim Kochen, nachts? Dann hast du ne solide Basis zum Rechnen.

Du brauchst auf jeden Fall deine letzten Stromrechnungen, um zu sehen, wie viel kWh du tatsächlich im Jahr verbrauchst. Bei uns zuhause waren es anfangs immer so 3500-4000 kWh im Jahr, bis wir merkten, dass der alte Kühlschrank ein absoluter Stromfresser war - danach nur noch knapp 3000 kWh. Das ist der Punkt: die meisten Leute nehmen einfach irgendwelche Durchschnitte, aber dein Haushalt ist nicht durchschnittlich. Schau dir die Abschläge auf den Rechnungen an, die sind meistens schon kalkuliert auf deinen echten Verbrauch, nicht auf irgendwelche Formeln.

Wenn du detaillierter werden willst, notier dir über ein bis zwei Monate deine Zählerstände regelmäßig - am besten morgens und abends - dann siehst du auch, wann du am meisten brauchst. Sind es die Wintermonate, weil du da mehr heizt (naja, Strom für elektrische Wärmepumpe zum Beispiel), oder verbrauchst du im Sommer mehr durch Klimaanlage oder so? Das ist entscheidend, weil deine Solaranlage im Sommer am meisten bringt, aber da könnte dein Verbrauch gerade niedrig sein. Dann würde das für Eigennutzung nicht so viel bringen wie eine Anlage mit Speicher oder Netzeinspeisung.

Die Amortisation hängt auch vom Angebotspreis ab - bei den Kosten, die ich die letzten zwei Jahre gesehen habe, liegen Anlagen so bei 1500-2500 Euro pro kW installiert, was für kleinere Dächer halt bedeutet, dass es 5-10 Jahre dauert bis zum Break-Even. Lohnt sich trotzdem fast immer, wenn dein Dach passt.

Die Rechnung allein reicht aber nicht ganz, weil dein Verbrauch saisonal mega schwankt - winter ist bei den meisten deutlich höher als im Sommer, und genau dann scheint die Sonne am längsten 😅 Das ist der Knackpunkt: deine Anlage muss zu deinen echten Verbrauchsspitzen passen, nicht nur zum Durchschnitt.

Schreib dir am besten für ein, zwei Wochen auf, wann du am meisten Strom brauchst (morgens beim Frühstück, abends beim Kochen?), dann siehst du, ob die Solarertrag zu deinem Rhythmus passt oder ob du ne Batterie brauchst.

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