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Du brauchst vor allem einen grünen Stoff oder eine grüne Wand als Hintergrund - am besten ein helles, gleichmäßiges Grün ohne Falten oder Flecken. Dazu kommen zwei bis drei Lampen, die den Hintergrund gleichmäßig ausleuchten, damit später beim Keying keine Schatten entstehen. Eine Webcam oder Kamera, die du an deinen Rechner anschließen kannst, und dann noch Software wie OBS oder DaVinci Resolve zum Freistellen - da kannst du die grüne Farbe rausrechnen und einen anderen Hintergrund reinmachen. Das Ganze ist nicht teuer, wenn du anfängst - alte grüne Stoffe tun's auch, und gute Lampen kriegst du für kleines Geld.

Für einen DIY Green Screen brauchst du im Grunde gar nicht viel. Das wichtigste ist natürlich das grüne Material selbst - das kann billiger grüner Stoff vom Baumarkt sein, eine grüne Tapete oder sogar grüne Farbe auf einer weißen Wand. Viele nehmen Baumwolle oder Fleece, weil das nicht so sehr glänzt. Je nach dem, ob du nur den Kopf filmst oder ganzkörprig, brauchst du entsprechend viel Fläche - für den Oberkörper reicht oft ein Quadratmeter oder so, für ganzkörper sollte es schon größer sein.

Um das Ganze an die Wand oder an ein Gestell zu befestigen, brauchst du eine Halterung. Billig geht es mit einer Gardinenstange und Klemmen, oder du baust dir ein einfaches Holzgerüst zusammen. Die Befestigung muss nur stabil sein - Nägel, Tackernadeln oder Klettband funktionieren je nachdem. Lass den Stoff lieber ein bisschen durchhängen statt ihn zu straff zu spannen, sieht natürlicher aus und du hast weniger Falten.

Wichtig ist dann noch die Beleuchtung - damit es später beim Greenscreen-Effekt sauber aussieht. Zwei bis drei LED-Lampen oder auch normale Schreibtischlampen reichen für den Anfang, die sollten einfach gleichmäßig auf den grünen Hintergrund scheinen. Achte darauf, dass die Vorderseite (also du) auch gut beleuchtet ist, sonst sieht das später komisch aus. Und dann noch ne Kamera - kann dein Handy sein - und du bist ready zum filmen.

Was oft übersehen wird: die Ausleuchtung ist mindestens genauso wichtig wie das Material selbst. Billiger Stoff vom Baumarkt funktioniert, aber nur wenn du ihn gleichmäßig und blendungsfrei anleuchtest - sonst entstehen Schatten und dunkle Flecken, die beim Keying Probleme machen. Zwei bis drei LED-Panels (nicht unbedingt teuer, auch Baumarktware) sollten den Screen von vorne und etwas von der Seite beleuchten, damit keine Unebenheiten sichtbar sind. Und achte darauf, dass dein Motiv einen guten Abstand zum Green Screen hat - sonst wirft es Schatten darauf oder der grüne Farbstich fällt auf die Person zurück.

Ich hab mir vor kurzem selbst einen gebaut und die größte Überraschung war, wie sehr die Lichtsetzung am Ende ausmacht - billiger grüner Stoff vom Baumarkt funktioniert wirklich, aber nur wenn du ihn absolut gleichmäßig anleuchtest, sonst siehst du überall Schatten und das Keying wird zur Hölle. Bei mir hat's erst geklappt, als ich die Lampen weiter weg positioniert hab und nicht direkt auf den Stoff gerichtet hab, sondern eher von der Seite, damit keine Hotspots entstehen. Denk auch daran, dich selbst nicht im selben Winkel wie den Screen zu beleuchten, sonst wird dein Keying total sauber aber du siehst selbst aus wie eine Leiche.

Der häufigste Fehler ist, dass Leute ein billiges grünes Material kaufen und dann mit schlechtem Licht rechnen - aber eigentlich ist es andersrum: selbst ein teurer Stoff sieht furchtbar aus, wenn die Ausleuchtung ungleichmäßig ist. Kauf dir lieber einen günstigen Stoff vom Baumarkt (oder sogar grüne Folie, die ist noch billiger) und investier dann richtig in mindestens zwei bis drei anständige LED-Panels oder Softboxen, die den Screen gleichmäßig und ohne harte Schatten ausleuchten. Achte auch drauf, dass dein Aufnahmegerät (Kamera, Handy, Webcam) genug Abstand zwischen dir und dem Screen hat - mindestens 1,5 bis 2 Meter sind ideal, sonst wird das Licht zu hart und wertet schlechter. Die Falten und Unebenheiten, die andere Antworten erwähnen, sind wirklich zweitrangig, solange deine Lichtsetzung stimmt und die Farbe halbwegs gleichmäßig ist.

Mein Tipp: Fang nicht mit dem teuersten grünen Stoff an. Ich hab das Teil aus billiger Baumwolle vom Baumarkt geholt, für maybe 15-20 Euro, und das funktioniert völlig ausreichend. Das Wichtigste ist wirklich, dass du das Material straff gespannt bekommst - Falten sind ein Riesenproblem beim Keying später, weil die Software dann durcheinander kommt. Ich hab mir eine einfache Holzlatte gekauft und den Stoff mit Klammern dran befestigt. Damit ist das ganze Teil mobil und ich kann es bei Bedarf einpacken.

Bei der Beleuchtung darfst du nicht sparen - das ist das echte Geheimnis. Du brauchst mindestens zwei LED-Panels oder ähnliches, die du so platzierst, dass der grüne Hintergrund komplett gleichmäßig ausgeleuchtet ist. Keine Hotspots, keine dunklen Ecken. Das ist anstrengender als man denkt und ich hab da anfangs viel rumgeexperimentiert. Dazu noch eine Lichtquelle für dich selbst von vorne, damit du nicht wie ein Geist aussiehst. Die Kamera sollte nicht zu nah am Stoff sein - ein Abstand von mindestens einem bis anderthalb Metern ist praktisch, damit die Software den Stoff vom Hintergrund besser trennen kann.

Dann brauchst du noch Software zum Keying - da gibts Free-Optionen wie OBS mit den richtigen Plugins, oder du verwendest was professionelleres. Aber ehrlich: mit billigem Material und ordentlicher Ausleuchtung funktioniert sogar das Basic-Zeug ganz okay.

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