Gute Bücher über digitale Entfremdung und Social Media?

Mich nervt mittlerweile echt, wie viel Zeit ich auf Instagram verbringe und wie schlecht ich mich danach fühle. Ich möchte mal ein Buch lesen, das sich mit diesem Thema auseinandersetzt - nicht so ein wissenschaftliches Fachbuch, sondern etwas, das ich auch wirklich durchziehe. Hat jemand eine Empfehlung?

4 Antworten

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Das ist ne fair point, dass Bücher allein nix bringen, wenn du danach wieder direkt scrollst.

Aber ich würd sagen, "The Social Dilemma" ist ganz anders als Newport - das Ding liest sich wie ne Thriller, nicht wie Selbsthilfekram, und es geht konkret darum, wie die Apps dein Gehirn manipulieren sollen.

Das hat bei mir echt was ausgelöst, weil man versteht, dass man da nicht einfach "schwach" ist, sondern dass Millionen-Dollar-Teams gegen dich arbeiten. Kombiniert mit einer echten Gewohnheitsveränderung (wie ne Woche ohne die App oder sie in nen doofen Ordner verschieben) könnte das tatsächlich was bringen statt nur zu beruhigen.

Bücher zu lesen hilft da auch nur bedingt weiter, wenn du danach direkt wieder auf Instagram gehst - das ist eher so ein mentales Pflaster drauf.

Trotzdem: "Digital Minimalism" von Cal Newport ist echt nicht schlecht, weil er konkrete Sachen zum Ausprobieren gibt und nicht nur rumjammert. "Stolen Focus" von Johann Hari is auch ganz brauchbar, falls dich mehr die psychologischen Hintergründe interessieren, warum dich die App so reinzieht.

Meine beste Erfahrung war aber ehrlich gesagt weniger das Buch selber, sondern mir danach einfach zu zwingen, die Apps vom Handy zu schmeißen - naja, auf eine Art Folder zu verschieben, damit ich nicht so ständig reinrutsche.

ich würde dir nicht empfehlen, einfach passiv ein buch zu lesen und zu hoffen dass es magisch alles ändert 😅 was mir geholfen hat war "jab jab jab right hook" von gary vaynerchuk, weil es weniger moralinsauer ist und mehr praktisch erklärt wie social media dich manipuliert - das fühlt sich weniger wie belehrung an.

aber echt mal: während du liest, solltest du parallel schon kleine sachen ändern, sonst vergisst du nach zwei wochen wieder alles. bei mir war's hilfreicher, erstmal für zwei wochen instagram zu deaktivieren und dann zu sehen wie sich das anfühlt, als nur zu lesen 📚

Was bei mir richtig geholfen hat war, die App selbst zu löschen - nicht einfach nur weniger zu nutzen, sondern weg damit. Dann hab ich angefangen, mir ein Buch zu schnappen, wenn ich die Langeweile spüre, und das funktioniert besser als jedes theoretische Wissen über digitale Entfremdung. "Digital Minimalism" von Cal Newport ist trotzdem lesenswert, weil er konkrete Strategien zeigt, wie man wieder rauskommt - aber nur wenn du das danach auch wirklich umsetzt. Mein Tipp: such dir parallel ein Hobby, das deine Hände beschäftigt (Guitar spielen hilft mir dabei unglaublich), dann merkst du gar nicht, dass du weniger scrollst.

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