2 Antworten
Gib niemals sensible Daten wie Kartennummern, Passwörter oder Ausweisdokumente an online zugängliche KI-Systeme, besonders wenn du nicht weißt, wer den Service betreibt. Viele kostenlose Chatbots nutzen das, was du schreibst, um ihre Modelle zu trainieren - deine Informationen landen also in ihren Datenbanken. Auch wenn sie sagen, dass sie die Daten löschen, ist das nicht garantiert - alles hängt von ihrer Datenschutzrichtlinie ab und davon, wie sie diese tatsächlich umsetzen.
Das Risiko hängt stark davon ab, was du nutzt. Wenn du mit einer KI in einer offiziellen App eines vertrauenswürdigen Unternehmens sprichst, die durch Login geschützt ist, ist das viel sicherer. Aber bei zufälligen Tools im Internet ist die Sicherheitslücke groß. Es gilt die Grundregel: Vertrau einer KI nichts an, das du morgen nicht veröffentlicht sehen möchtest. Wenn du wirklich etwas teilen musst, anonymisiere es so gut wie möglich - ändere Namen, spezifische Daten, erkennbare Details.
Das andere, das du im Hinterkopf behalten solltest: Auch „sichere" KI-Systeme können kompromittiert oder gehackt werden, wie jeder andere Online-Service. Kein System ist immun. Also schadet Vorsicht nie: Nutze vertrauenswürdige KI, lies, was sie über Datenschutz sagen, und vor allem - teile nichts, das dir wirklich schaden könnte, wenn es in die falschen Hände gerät.
Das Wichtigste ist zu verstehen, wo deine Daten landen: Wenn du einen kostenlosen Service nutzt, ohne die Datenschutzerklärung zu lesen, wird dein Input oft zum Trainieren des Modells verwendet oder an Dritte verkauft. Auch wenn du keine sensiblen Informationen wie Kreditkartennummern eingibst, kann alles, was du schreibst, gespeichert und wiederverwendet werden. Wenn du KI sicher nutzen möchtest, wähle Plattformen, die private Modi anbieten (wie ChatGPT Plus mit deaktiviertem „Code Interpreter" oder Self-Hosting-Services), oder nutze lokale Versionen, die auf deinem PC laufen, ohne etwas weiterzugeben.
Ein Risiko, das viele unterschätzen, ist, dass selbst „harmlose" Daten im Laufe der Zeit ein Profil von dir aufbauen. Wenn du Chatbots Informationen über Arbeit, Familie, Gewohnheiten und Vorlieben gibst, könnte ein einzelnes Unternehmen ein ziemlich genaues Bild deines Lebens zusammensetzen. Es geht nicht nur um Kartennummern: Es ist die Sammlung von Kleinigkeiten, die besorgniserregend wird. Bevor du irgendein System nutzt, lies wirklich nach, welche Daten gespeichert werden und wie lange, ob sie mit anderen Services geteilt werden, und ob du ihre Löschung anfordern kannst.
Deine Antwort
Anmeldenzum Beantworten.