Das ist eine sehr seltsame Bedingung und ich würde an deiner Stelle skeptisch sein. Ja, in manchen Unternehmen wird eine Kamera verlangt, aber normalerweise betrifft das bestimmte Meetings oder Besprechungen, nicht den ganzen Tag ohne Unterbrechung. Die Anforderung, die Kamera 8 Stunden am Stück eingeschaltet zu lassen - das ist wirklich eine Verletzung der Privatsphäre. Wenn du zum Beispiel von zu Hause aus arbeitest, sieht dein Arbeitgeber dein Schlafzimmer, deine Küche, Familienmitglieder, die vorbeigehen. Das schafft eine Atmosphäre des Misstrauens und ständiger Kontrolle, was nicht nur moralisch unangenehm ist, sondern je nach deinem Land auch juristisch fragwürdig sein kann.
Überprüfe zunächst die Arbeitsgesetze deiner Region - an vielen Orten ist solche Kontrolle entweder verboten oder streng begrenzt. Wenn es eine Gewerkschaft gibt oder du Kollegen hast, frag nach, ob das eine zwingende Bedingung für alle ist oder nur für dich. Versuch, das mit deinem Arbeitgeber zu besprechen, und schlag einen Kompromiss vor: Die Kamera wird nur während Videokonferenzen oder zu bestimmten Zeiten eingeschaltet, oder regelmäßige Screenshots statt Video. Wenn das Unternehmen nicht entgegenkommt und auf ständige Videoüberwachung besteht, ist das ein Grund, darüber nachzudenken, ob du überhaupt bei so einem Unternehmen arbeiten möchtest.