Die meisten Smart-Thermostaten wie Nest und Ecobee funktionieren problemlos mit einem Heizkessel aus dem Jahr 2010 - sie sind so konzipiert, dass sie mit älteren Systemen rückwärtskompatibel sind. Die eigentliche Frage ist, ob dein Heizkessel die richtige Verdrahtung hat. Du musst prüfen, welche Drähte derzeit mit deinem alten Thermostat verbunden sind. Smart-Thermostaten benötigen normalerweise einen C-Draht (Common-Draht), um sich selbst mit Strom zu versorgen, da sie mehr Strom verbrauchen als einfache mechanische Thermostaten. Wenn du bereits einen C-Draht hast, ist die Installation unkompliziert und du musst deinen Heizkessel gar nicht anfassen.
Falls es keinen C-Draht gibt, hast du Optionen, ohne das ganze System auszutauschen. Manche Smart-Thermostaten haben einen eingebauten Stromanschluss, der auch ohne C-Draht funktioniert, obwohl das langfristig nicht ideal ist. Die andere Möglichkeit ist, einen neuen Draht vom Heizkessel zu dem Ort zu verlegen, wo das Thermostat hin soll - das ist nicht kompliziert, wenn du dich selbst daran traust, oder ein Heizungstechniker schafft das in etwa einer Stunde für eine moderate Gebühr. Das ist um einiges günstiger als ein neuer Heizkessel und wird deine Heizkosten garantiert senken, da du die Temperatur programmieren kannst, statt den ganzen Winter lang manuell nachzustellen.
Bevor du etwas kaufst, mach ein Foto von den Drähten hinter deinem aktuellen Thermostat oder schreib dir die Farben der Drähte auf und notier dir, woran jeder angeschlossen ist. Die meisten Hersteller von Smart-Thermostaten haben auf ihren Websites Kompatibilitätsprüfer, wo du dein Setup eingeben kannst. Ein Heizkessel aus dem Jahr 2010 ist solide und sollte noch jahrelang problemlos laufen, daher macht es finanziell absolut Sinn, nur das Thermostat zu erneuern.