Hier ist das Problem: Obwohl das James-Webb-Teleskop technisch gesehen Sonnenlicht reflektiert und zur Erde sendet, ist das Objekt in dieser Entfernung so winzig, dass kein Amateurteleskop - ja, nicht einmal ein mittelgroßes Profiinstrument - genug Photonen einfangen kann, um es visuell zu erfassen. Dein Celestron 8 hat ein Auflösungsvermögen von etwa 0,6 Bogensekunden, aber das JWST aus 1,5 Millionen km Entfernung nimmt einen lächerlich kleinen Sichtwinkel ein, viel viel kleiner. Es ist wie, eine Münze 500 km weit entfernt anzuvisieren.
Viele Leute verwechseln "Vergrößerung" mit "Auflösungsvermögen". Etwas 200-fach zu vergrößern, das man ohnehin nicht sehen kann, ist immer noch unsichtbar. Was die Möglichkeit hier zunichtemacht, ist die Winkulgröße, nicht die Entfernung in runden Zahlen. Allerdings gibt's einen Trick, der funktioniert, wenn es dich reizt, Satelliten in der Umlaufbahn zu beobachten: Einige Profiobservatorien können das Licht von Webbs Solarpanels tatsächlich mit großen Teleskopen und speziellen Imaging-Techniken erfassen. Falls du es wirklich irgendwie sehen möchtest, schau mal, ob es in deiner Gegend Universitätsobservatorien gibt, die öffentliche Beobachtungssitzungen anbieten; manche haben die Ausrüstung, um das reflektierte Licht einzufangen, allerdings nur als schwachen Punkt auf Langzeitaufnahmen, nicht live.