Kann man das James-Webb-Teleskop von der Erde aus mit einem Teleskop sehen?

PE Pedro_2004 MX 🔍 Enthusiast 👁 24 ⚑ Melden Astronomie

Ich bin neugierig, weil ich gelesen habe, dass das James-Webb-Teleskop im Orbit ist, und ich habe mich gefragt, ob man es von hier aus mit einem guten Teleskop sehen kann. Ich habe ein Celestron 8 zu Hause und würde gerne wissen, ob es möglich ist, es zu sehen, oder ob es zu weit weg ist.

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Das James-Webb-Teleskop ist etwa 1,5 Millionen Kilometer von uns entfernt, was es unmöglich macht, es selbst mit einem anständigen Teleskop wie deinem Celestron 8 zu sehen. Um dir eine Vorstellung zu geben: Es ist wie der Versuch, einen Satelliten von der Erde aus zu beobachten, aber tausendmal weiter weg und viel kleiner. Die einzige Möglichkeit, es zu „sehen", sind die Bilder, die die NASA überträgt - die zum Glück spektakulär sind.

Das Komplizierte hier ist nicht nur die Entfernung - obwohl 1,5 Millionen km eine Menge sind - sondern dass das Teleskop das Objekt in Pixeln auflösen müsste, sozusagen. Dein Celestron 8 hat eine begrenzte Auflösungsfähigkeit und das Webb ist relativ klein am Himmel von hier aus. Manche Leute denken, dass ein stärkeres Teleskop alles auflöst, aber es gibt eine physikalische Grenze: egal wie sehr du vergrößerst, wenn das Objekt einfach zu winzig wirkt, wirst du es als etwas Erkennbares einfach nicht sehen 🔭 Die beste Möglichkeit, es zu „sehen", ist durch Live-Bilder, die die NASA veröffentlicht, oder seine Position mit Apps zur Raumverfolgung zu verfolgen.

Dein Celestron 8 wird einfach nicht in der Lage sein, etwas so Winziges in dieser Entfernung aufzulösen, egal wie sehr du das Bild vergrößerst! Die anderen beantworten die Distanz-Frage gut, aber das, was die Möglichkeit wirklich zunichte macht, ist, dass das Webb eine dünne Struktur ohne eigenes Licht ist und am Lagrange-Punkt L2 umkreist - es ist im Grunde wie der Versuch, eine Nadel aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen, selbst wenn du die besten Ferngläser der Welt hast. Die einzige Möglichkeit, es zu „sehen", ist, es in Echtzeit über Satelliten-Tracking-Websites zu verfolgen, die Radar-Daten und Orbitalberechnungen nutzen - keine direkte visuelle Beobachtung.

Hier ist das Problem: Obwohl das James-Webb-Teleskop technisch gesehen Sonnenlicht reflektiert und zur Erde sendet, ist das Objekt in dieser Entfernung so winzig, dass kein Amateurteleskop - ja, nicht einmal ein mittelgroßes Profiinstrument - genug Photonen einfangen kann, um es visuell zu erfassen. Dein Celestron 8 hat ein Auflösungsvermögen von etwa 0,6 Bogensekunden, aber das JWST aus 1,5 Millionen km Entfernung nimmt einen lächerlich kleinen Sichtwinkel ein, viel viel kleiner. Es ist wie, eine Münze 500 km weit entfernt anzuvisieren.

Viele Leute verwechseln "Vergrößerung" mit "Auflösungsvermögen". Etwas 200-fach zu vergrößern, das man ohnehin nicht sehen kann, ist immer noch unsichtbar. Was die Möglichkeit hier zunichtemacht, ist die Winkulgröße, nicht die Entfernung in runden Zahlen. Allerdings gibt's einen Trick, der funktioniert, wenn es dich reizt, Satelliten in der Umlaufbahn zu beobachten: Einige Profiobservatorien können das Licht von Webbs Solarpanels tatsächlich mit großen Teleskopen und speziellen Imaging-Techniken erfassen. Falls du es wirklich irgendwie sehen möchtest, schau mal, ob es in deiner Gegend Universitätsobservatorien gibt, die öffentliche Beobachtungssitzungen anbieten; manche haben die Ausrüstung, um das reflektierte Licht einzufangen, allerdings nur als schwachen Punkt auf Langzeitaufnahmen, nicht live.

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