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Du siehst den Mond je nachdem, wo er in seiner Umlaufbahn um die Erde steht, unterschiedlich beleuchtet: manchmal geht er vollständig auf (Vollmond), dann nimmt er in Form einer Sichel ab, verschwindet fast ganz (Neumond), und wächst dann auf der anderen Seite wieder. Der ganze Zyklus dauert ungefähr einen Monat.

Was nicht alle bemerken, ist, dass der Mond immer die gleiche Seite von der Sonne beleuchtet hat, aber wir sehen je nach Winkel zur Erde unterschiedliche Prozentsätze dieses Gesichts. Eines Nachts stand ich auf meinem Balkon und beobachtete den Himmel, und ich sah eine kaum sichtbare zunehmende Mondsichel bei Sonnenuntergang, und ich dachte mir, wie verrückt die Geometrie doch ist: Der Mond stand fast zwischen uns und der Sonne, deshalb sahen wir nur einen hauchdünnen Streifen. Dann, ein paar Tage später, wenn sich der Mond in seiner Umlaufbahn weiterbewegt und sich von unserer Perspektive aus von der Sonne entfernt, siehst du immer mehr und mehr des beleuchteten Anteils, bis zum Vollmond. Der komplette Zyklus dauert etwa 29 und eine halbe Tage, also ist es etwas, das man ziemlich schnell bemerkt, wenn man über ein oder zwei Wochen hinweg aufpasst.

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