Das Wichtigste ist, dein jetziges Einkommen nicht für eine ungewisse Zukunft aufzugeben. Ja, Leute verdienen mit Content, aber das geht nicht schnell und läuft oft ganz anders ab, als es von außen aussieht. YouTube zahlt Monetarisierung nur, wenn du eine bestimmte Anzahl von Abonnenten und Aufrufen hast, TikTok hat seinen Autoren lange Zeit gar kein anständiges Geld gegeben. Selbst wenn du dir eine Zielgruppe aufbaust, werden die ersten Monate oder Jahre das wahrscheinlich eher ein Hobby als eine Arbeit sein. Bekannte von mir, die damit verdienen, waren entweder schon bekannt oder haben gigantisch viel Zeit ins Experimentieren investiert und sind dabei von ihrem Hauptjob finanziell abgesichert gewesen.
Versuch es als Nebenjob parallel zu deinem Haupteinkommen - dreh regelmäßig Videos, beschäftige dich mit den Algorithmen, experimentier mit verschiedenen Formaten. Schau dir an, in welchen Bereichen Leute wirklich gerne Content anschauen, und ob es dort Konkurrenz gibt. Fang mit YouTube Shorts oder TikTok an, aber setz dir nicht das Ziel, schnell Geld zu verdienen - setz dir das Ziel zu verstehen, ob dir dieser Prozess überhaupt Spaß macht und ob du eine Zielgruppe aufbauen kannst.
Wenn du nach einem halben Jahr bis einem Jahr echte Fortschritte siehst, die Monetarisierung funktioniert und das Einkommen allmählich wächst - dann kannst du über einen Wechsel nachdenken. Aber im Moment ist Content-Creator als Hauptjob ein Risiko, besonders wenn du nicht schon nachgewiesen hast, dass du Leute anziehen kannst.