Makler oder direkt vom Besitzer kaufen - was ist besser?

PE peter61 DE 📗 Student 👁 31 ⚑ Melden Immobilien

Ich bin gerade auf Wohnungssuche in der Gegend um Stuttgart und sehe immer wieder Anzeigen von Privatpersonen ohne Makler. Spart man da wirklich Geld oder ist ein Makler am Ende doch sicherer? Was sind eure Erfahrungen?

3 Antworten

Bei Privatverkäufen sparst du die Maklergebühr, was in Baden-Württemberg immer noch ordentlich sein kann - da sind oft 3-6% vom Kaufpreis fällig. Das ist natürlich verlockend, aber der echte Vorteil eines Maklers liegt nicht nur beim Geld. Ein Makler kennt den Markt, filtert schon dubios wirkende Angebote raus und bringt dir seriöse Verkäufer. Bei Privatverkäufen passiert es schnell, dass du am Ende mit versteckten Mängeln, unklar geregelten Schulden oder rechtlichen Problemen sitzt, die dich ein Vielfaches kosten.

Beim direkten Kauf brauchst du wirklich eine gute Immobiliensachverständigung - das ist quasi nicht optional, sondern sollte zum Standard gehören. Auch eine solide Rechtsberatung wird schnell notwendig, besonders wenn es um Fragen zum Grundbuch, alte Lasten oder Umbauten geht. Diese Kosten zusammen können locker an die Maklergebühr heranreichen, und du wirst dich halt selbst durchkämpfen müssen.

Meine Erfahrung würde eher zum Makler raten, besonders wenn du nicht zufällig jemanden kennst, dem du vertraust. In Stuttgart und Umgebung ist der Markt eh angespannt - da hilft dir ein Makler auch, nicht zwischen hundert anderen Interessenten zu verlieren. Wenn dir ein Privatangebot besonders interessant vorkommt, check wenigstens gründlich ab und hole dir unbedingt einen Gutachter vorbei.

Was oft unterschätzt wird: beim Privatverkauf verhandelst du alleine gegen jemanden, der möglicherweise schon mehrere Immobilienverkäufe gemacht hat und die Tricks kennt. Ein Makler bringt nicht nur Käufer, sondern fungiert auch als Puffer - er kennt die Marktpreise in Stuttgart besser, merkt wenn der Verkäufer zu aggressive Bedingungen stellt und hilft dir, keine übereilten Entscheidungen zu treffen. Klar sparst du die Gebühr, aber wenn du dann am Ende überziehst oder auf versteckte Mängel nicht hinweist, brauchst du schnell einen Anwalt, der dich auch was kostet.

In Baden-Württemberg zahlt üblicherweise der Käufer die Maklergebühr, nicht der Verkäufer - das ist ein wichtiger Punkt, den viele übersehen. Das heißt, du sparst die Gebühr nicht wirklich, sondern schiebst sie nur auf den Verkäufer ab, was den Verhandlungsspielraum verändert. Mein Take: Bei Privatverkäufen ist der größere Risikofaktor eher mangelnde Dokumentation (Bauzustand, versteckte Mängel, Energieausweis) - einen guten Makler ersparten dir da echte Probleme hinterher, auch wenn's momentan teurer wirkt. 🏠

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