Es ist kompliziert, weil ihm TikTok einfach zu verbieten, ihn nur dazu treibt, Wege zu finden, das zu umgehen, oder sich noch mehr zu widersetzen. Diese massiven Konflikte, die du beschreibst, sind oft ein Zeichen, dass da wirklich eine Abhängigkeit dahintersteckt, und pure Bestrafung löst niemals eine Abhängigkeit. Wenn der Schlaf und die Hausaufgaben darunter leiden, sind das ernsthafte Warnsignale, die man anders angehen muss als nur "nein, TikTok ist jetzt vorbei".
Was bei vielen Leuten besser funktioniert, ist herauszufinden, warum er so viel scrollt. Langweilt er sich? Hat er Freunde dort? Flieht er vor etwas? Wenn du erst mal verstehst, was er sucht, kannst du das Problem richtig angehen, zum Beispiel indem du ihm andere spannende Sachen anbietest oder andere Abendrituale einführst (Handy nicht im Zimmer, punkt). Aber das Gespräch ohne Vorwürfe zu führen, das ist entscheidend. "Mir ist aufgefallen, dass das deinen Schlaf und deine Hausaufgaben beeinträchtigt, können wir darüber reden?" - so stellst du das Problem dar, ohne anzuklagen.
Und der Zeitpunkt zählt auch. Mit ihm über Grenzen zu verhandeln, wenn ihr beide ruhig seid, nicht gerade wenn du merkst, dass er seine Hausaufgaben nicht gemacht hat oder es 2 Uhr morgens ist. 14-Jährige reagieren nicht gut auf Verbote aus dem Nichts, aber wenn du sie in die Lösung einbeziehst ("hast du Ideen, wie wir das regeln können?"), fühlen sie sich weniger in die Ecke gedrängt. Es ist nicht herzlos, Grenzen zu setzen, aber wie man es macht, ist riesig wichtig.