Die Frage zum Burn-in, die sie erwähnt haben, ist berechtigt, aber ich glaube, sie übertreiben es etwas. Burn-in kommt tatsächlich vor, aber es ist viel seltener geworden als vor ein paar Jahren - moderne OLED-Fernseher haben Schutzmaßnahmen dagegen (Pixel Shifting, automatische Bildschirmschoner, Helligkeitsreduktion bei statischen Bildbereichen). Wenn du normales Fernsehen schaust und das gleiche Bild nicht stundenlang fixiert hältst, ist das ehrlich gesagt keine realistische Sorge. Aber wenn du von zu Hause aus arbeitest und eine Workstation auf dem Bildschirm läuft, dann sieht die Sache anders aus.
Was bisher niemand erwähnt hat, ist die Frage der maximalen Helligkeit. Mini LED hat gegen OLED bei Helligkeitsspitzen ziemlich klar die Nase vorn, und das ist wichtig, wenn du ein sehr helles Zimmer hast oder gerne mit eingeschaltetem Licht schaust. OLED gewinnt beim Kontrast und bei den Farben in dunklen Räumen, aber in einem Zimmer mit Tageslicht am Tag wird der Unterschied deutlich kleiner. Es kommt also drauf an: Wenn es zum Filmschauen nachts im dunklen Wohnzimmer ist, ist OLED eindeutig besser; wenn du es tagsüber mit Helligkeit nutzen willst, kann Mini LED praktischer sein.
Bei den Preisen stimmt es, dass OLED teurer ist, aber auch hochwertige Mini-LED-Modelle sind nicht gerade billig. Was ich tun würde: Entscheide dich erst für die Größe, die du brauchst, dann schau dir die echten Preise in verschiedenen Läden an (nicht nur bei Worten), denn die Unterschiede zwischen Modellen der gleichen Technologie können größer sein als der Unterschied zwischen den Technologien. Und schau dir die beiden Geräte vorher auch mal nebeneinander an - lesen ist das eine, sie selbst anzuschauen das andere.