Quoten und Wahrscheinlichkeit beim Sportwetten verstehen
Ich schaue mir immer Wettkoten an, aber verstehe nicht wirklich, wie die Wahrscheinlichkeit dahinter funktioniert. Kann mir jemand erklären, wie Bookmaker ihre Quoten berechnen?
Ich schaue mir immer Wettkoten an, aber verstehe nicht wirklich, wie die Wahrscheinlichkeit dahinter funktioniert. Kann mir jemand erklären, wie Bookmaker ihre Quoten berechnen?
Die Quoten funktionieren eigentlich relativ einfach. Die Bookmaker schauen sich an, wie wahrscheinlich ein Ergebnis ist, und rechnen dann ihre Gewinnmarge rein. Wenn eine Quote bei 2,0 liegt, heißt das grob gesagt, dass der Buchmacher die Wahrscheinlichkeit auf etwa 50% schätzt (1 geteilt durch 2,0 = 0,5). Bei 3,0 wären es ungefähr 33%, bei 1,5 etwa 67%. Je niedriger die Quote, desto wahrscheinlicher sieht der Buchmacher das Ereignis.
Das Ding ist aber: wenn du alle Quoten für alle möglichen Ausgänge eines Spiels addierst (also umgerechnet als Wahrscheinlichkeiten), kommt immer mehr als 100% raus. Der Unterschied ist die Gewinnmarge vom Buchmacher - sowas wie 5-10% oder mehr, je nachdem wie konkurrenzfähig die sind. Das ist im Grunde ihre Versicherung, dass sie Geld verdienen, egal wie das Spiel ausgeht. Dazu kommt, dass Bookmaker ihre Quoten auch anpassen, je nachdem wie viel Geld auf welche Seite fließt. Wenn alle nur auf Team A setzen, senken sie die Quote für Team A und erhöhen die für Team B, um die Wetten auszugleichen.
Die Bookmaker schauen sich einfach an wie wahrscheinlich sie denken dass ein Event ist und bauen dann ihre Marge rein - wenn ne Quote 2.0 ist, bedeutet das grob dass der Bookmaker denkt es gibt 50% Chance, aber in Wirklichkeit geben sie dir immer bissl weniger als die echte Wahrscheinlichkeit weil die müssen ja ihre Gewinne machen! Wenn du die Quote nimmst und 1 dadurch teilst kriegst du ungefähr die Wahrscheinlichkeit, also bei Quote 2.5 wäre das 40% oder so.
Ah ja, das ist eigentlich ganz interessant wenn man es erst mal durchschaut hat. Also die Bookmaker schauen sich im Grunde an, wie wahrscheinlich ein Ereignis ist, und dann setzen sie ihre Quote so, dass sie immer Geld verdienen - egal wie das Spiel ausgeht. Wenn du zum Beispiel eine Quote von 2.0 siehst, bedeutet das grob, dass der Bookmaker denkt, es gibt ne 50% Chance für diesen Ausgang. Bei 3.0 wäre es ungefähr 33%, bei 1.5 etwa 67%. Man kann das so ungefähr umrechnen: 100 geteilt durch die Quote gibt dir die implizierte Wahrscheinlichkeit. Ich hab das selbst lange nicht kapiert, bis ich angefangen habe, die Quoten von verschiedenen Seiten zu vergleichen - dann sieht man schnell, wie unterschiedlich die das bewerten.
Das Knifflige ist aber, dass die Quoten immer ein bisschen niedriger sind als die "echte" Wahrscheinlichkeit, weil der Bookmaker ja seinen Schnitt mitnehmen muss. Wenn du alle Wahrscheinlichkeiten bei einer Quote addierst (also bei nem Dreikampf 1.5 + 2.5 + 3.0 umrechnen), kommt da immer über 100% raus - das ist die "Überround" oder der Gewinnmarge des Bookmakers. Deshalb verlieren langfristig die meisten Leute beim Wetten, auch wenn sie gute Tipps haben. Die Bookmaker nutzen auch Live-Daten, Wettmuster und ihre eigenen Analysen um die Quoten anzupassen. Wenn viele Leute auf einen Favoriten setzen, wird die Quote schlechter, weil der Bookmaker sein Risiko ausgleichen will.
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