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Ich bin Buchhändler und Manager, kein Psychologe, aber ich kann dir sagen, dass wiederkehrende Alpträume mega häufig sind und das ist selten etwas Ernstes. Was normalerweise passiert, ist dass dein Gehirn irgendwo ein angstmachendes Szenario aufgeschnappt hat und spielt es ab, weil es zu einer Art automatischem Muster geworden ist. Die Tatsache, dass du das seit 2015-2016 machst, ist lange, aber das bedeutet nicht unbedingt, dass es in etwas super Tiefem verwurzelt ist. Manchmal ist es einfach nur eine Schleife, die sich eingenistet hat und sich immer wieder dreht.

Was mich ein bisschen stutzig macht, ist dass du sagst, es ist zu einer "echten Obsession" geworden und du redest mit jedem darüber. Also die Frage ist vielleicht nicht so sehr "warum habe ich diesen Alptraum?" sondern eher "warum bin ich obsessed von diesem Alptraum?" Denn sobald man anfängt, viel darüber zu reden, dauernd daran zu denken, vor dem Schlafengehen, darauf zu warten, dass es passiert, das verstärkt das Ganze. Das ist wie eine selbsterfüllende Prophezeiung. Und ehrlich gesagt, wenn das dich schon eine Dekade lang so sehr auffrisst, könnte es sich vielleicht lohnen, einen Therapeuten oder Psychologen zu sehen, nicht weil etwas nicht stimmt, sondern einfach um dich aus dieser Schleife rauszuholen, die dir wirklich schwer zu wiegen scheint.

Es ist nicht unbedingt nur dein Gehirn, das spinnt, aber es stimmt, dass es mit vielen verschiedenen Dingen zu tun haben kann und nicht zwingend etwas Dramatisches! Was mich an deiner Geschichte interessiert, ist, dass du sagst, du redest mit jedem darüber und es ist zur Obsession geworden - je mehr du daran denkst und je mehr du darüber redest, desto mehr wird dein Gehirn dasselbe Szenario wieder hochfahren, weil es sich darauf festbeißt. Bei mir ist mir aufgefallen, dass wenn ich stressige Sachen (Buchhaltung, nervige neue Kundinnen...) mental immer wieder durchkaue, das dann als Albtraum zurückkommt! Versuch vielleicht wirklich, diesen Traum loszulassen - also hör auf, ihn zum Hauptgesprächsthema zu machen - und schau, ob sich das in ein paar Wochen ändert? Kein Wundermittel, aber oft hilft es echt ziemlich viel, einfach die Herangehensweise zu ändern.

Das Ding mit Albträumen, die über Jahre zurückkommen, ist meistens nicht einfach nur "dein Gehirn spielt verrückt" - da bleibt normalerweise was hängen, ne Sorge oder Anspannung, die man mit sich rumschleppt, ohne sie wirklich zu lösen. Nach 10 Jahren hast du das Ding ja offensichtlich nicht abhaken können, wenn du immer noch überall darüber redest, also ehrlich gesagt wäre es worth, mit nem Therapeuten zu graben und zu schauen, was dieses Kinderhaus wirklich für dich bedeutet, weil wiederkehrende Albträume sind oft ne Art, wie dein Gehirn dir sagt "hey, Moment, da ist irgendwas". Die Tatsache, dass es sich um denselben Traum kristallisiert hat, statt zu variieren, deutet darauf hin, dass das keine zufällige Belastung ist - es ist was Konkretes, das Aufmerksamkeit braucht.

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