Animationsinkonsistenzen im Anime sind super verbreitet, ehrlich gesagt, und Frieren hat das definitiv. Was du siehst, ist das Ergebnis davon, wie die Produktion von TV-Anime funktioniert - normalerweise gibt es einen Lead-Animator oder Regisseur, der die wichtigen Szenen übernimmt, während andere Episoden oder Sequenzen von verschiedenen Teams oder Freelancern bearbeitet werden. Manche Episoden bekommen deutlich mehr Ressourcen, besonders wenn sie wichtige Story-Momente abdecken oder wenn ein bestimmter Regisseur in einer Szene richtig zeigen wollte, was er drauf hat. Andere Episoden wirken möglicherweise gehetzter, weil das Studio mehrere Projekte gleichzeitig stemmt oder die Deadline knapper ist.
Der Wechsel, den du um die Episoden 8 - 10 bemerkt hast, könnte mehrere Gründe haben. Manchmal fahren Studios bestimmte Szenen bewusst runter, um Budget für später kommende Handlungsstränge zu sparen, die für die Story wichtiger sind. Oder es ist einfach die natürliche Rotation von verschiedenen Animatoren, die sich abwechseln. Frieren hat einige absolut atemberaubende Sequenzen über die ganze Serie verteilt, und das ist Absicht - sie setzen ihre beste Arbeit dort ein, wo es narrative Sinn macht. Das „gehetzt wirkende" Feeling zwischendrin ist normalerweise keine Faulheit, es ist einfach, wie das ganze System sich über eine Staffel hinweg ausgleicht.
Das ist definitiv nichts, das bei der Produktion schiefgelaufen ist oder ein rotes Flagge. Wenn überhaupt, ist es ziemlich Standard, wie Anime produziert wird, besonders mit wöchentlichen Episode-Plänen. Manche Serien sind deutlich inkonsistenter, aber Frieren gilt insgesamt als gut gemacht, trotz der Ups and Downs, die du bemerkst.