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Ist dir schon aufgefallen, wie dich diese riesigen Atrien das Gefühl geben konnten, du wärst draußen, obwohl du drinnen warst? Architekten in den 70ern und 80ern waren der Überzeugung, dass offene, lichtdurchflutete Räume Menschen länger zum Verweilen bringen und zum mehr Einkaufen animieren würden - plus machten sie massive Innenräume weniger beklemmend. Atrien wurden auch zum Statussymbol für Entwickler, eine Möglichkeit zu sagen: „Schaut, wie ambitioniert und modern wir sind." Das natürliche Licht und die Sichtlinien halfen Käufern auch beim Navigieren durch das Einkaufszentrum, aber ehrlich gesagt, sobald große Einzelhandelsketten und Online-Shopping die Attraktivität von Malls zerstört hatten, wurden diese Atrien einfach zu teuren Leerräumen, die man unterhalten musste.

Ich bin meine Eltern bei ihnen in der Nähe von diesem riesigen Einkaufszentrum besuchen gewesen, das Ende der 80er gebaut wurde, und das Ganze ist im Prinzip ein einziger großer Atrium mit Oberlichtern überall - man geht rein und denkt, man verbringt 20 Minuten, und plötzlich sind drei Stunden vorbei, weil der Raum dich einfach immer tiefer zieht. Die Designer haben auf die Psychologie gesetzt: Wenn sich ein Einkaufszentrum wie ein Marktplatz oder eine Außenanlage anfühlt statt wie ein klaustrophobischer Flur, bleiben die Leute länger, essen mehr, kaufen mehr. Deshalb haben sie auch natürliches Licht reingebracht und alles offen und sichtbar gehalten - das nimmt einem das Gefühl, eingesperrt zu sein, das einen raustreiben will. Heutzutage sterben manche dieser Einkaufszentren aber aus, und ehrlich gesagt sind die großen Atrien hauptsächlich einfach teuer zum Heizen und Kühlen, ohne genug Fußverkehr, um das zu rechtfertigen.

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