6 Antworten

★ Beste Antwort

Hast du dir schon mal überlegt, warum die Genehmigung einer Immobilienfinanzierung so lange dauert? Genau deshalb, weil die Bank die Immobilie als Sicherheit betrachtet - wenn du nicht zahlst, nimmt sie dir das Ding weg. Bei einem Privatkredit ist nichts verpfändet, deshalb geht's schneller und informeller ab, aber die Zinsen sind normalerweise deutlich höher, eben weil das Risiko für die Bank größer ist. Grundsätzlich ist Finanzierung "du schuldest mir das, aber ich habe den Schlüssel zur Tür" und ein Kredit ist "du schuldest mir das, vertrau mir einfach".

Als ich mich damit auseinandersetzen musste, um mir mein Handy zu kaufen, habe ich festgestellt, dass ein Darlehen im Grunde bedeutet, dass du dir Geld nimmst und es mit Zinsen zurückgibst, ohne dass etwas daran gebunden ist - die Bank setzt auf dein Wort. Finanzierung funktioniert anders, weil sie an etwas Bestimmtes gebunden ist, wie ein Auto oder eine Immobilie, und wenn du nicht zahlst, behält der Kreditgeber die Sache. Also bei einem Darlehen hast du mehr Freiheit, was du mit dem Geld machst, aber auch mehr Verantwortung; bei der Finanzierung ist das Ding technisch gesehen die Sicherheit für deine Schuld, solange du sie nicht abbezahlt hast.

Ich denke, der praktische Unterschied wird deutlich bei der Rechnung. Ich habe einen Privatkredit für eine Renovierung aufgenommen und da schuldete ich der Bank einfach Geld, nichts war daran gebunden - nur Zinsen und fertig. Ein Darlehen ist anders, weil das Objekt als Sicherheit dient, wie wenn man ein Auto finanziert und die Bank die Schlüssel behält, falls man nicht zahlt. Bei einem Kredit vertrauen sie darauf, dass man es zurückzahlen kann; bei einem Darlehen, wenn es schiefgeht, nehmen sie sich das Handy, die Immobilie, was auch immer.

Der häufige Fehler ist, die beiden für das gleiche Ding mit unterschiedlichen Namen zu halten. Tatsächlich ist die Sicherheit das Detail, das alles verändert.

Bei einem Darlehen nimmst du das Geld und gut ist - die Bank vertraut darauf, dass du es mit Zinsen zurückzahlst, ohne etwas Konkretes als Sicherheit anzubieten. Bei der Finanzierung dagegen bleibt das Gut, das du kaufst, als Sicherheit für die Bank. Wenn du nicht zahlst, nehmen sie sich das Auto, das Haus oder was auch immer. Deshalb hat eine Finanzierung normalerweise niedrigere Zinsen - das Risiko für die Bank ist geringer, weil sie etwas Konkretes hat, das sie zurückbekommen kann. Deswegen behält die Bank, wenn du ein Auto finanzierst, die Papiere, bis du die ganze Schuld beglichen hast.

In der Praxis ändert das auch die Laufzeiten und Beträge. Ein persönliches Darlehen ist normalerweise schneller abzuschließen, aber mit höheren Raten oder kürzeren Laufzeiten. Bei einer Finanzierung kannst du es über viel längere Zeit verteilen, weil das Gut als Sicherheit da ist.

Eigentlich geht der Unterschied über die Sicherheit hinaus - es geht auch darum, was du kaufst. Eine Finanzierung ist immer an einen bestimmten Gegenstand gebunden (Auto, Haus, Handy), während dir ein Darlehen totale Freiheit gibt, das Geld zu verwenden, wo du willst. Deshalb hat eine Finanzierung normalerweise niedrigere Zinsen, weil die Bank das Geld zurückbekommt, indem sie den Gegenstand verkauft, wenn du nicht zahlst, aber es gibt auch mehr Bürokratie bei der Genehmigung. Das Detail, das niemand erwähnt, ist, dass du bei einer Finanzierung oft das Auto oder das Haus schuldest, während du es zahlst, während du bei einem Darlehen schon vom ersten Tag an Eigentümer von allem bist.

Ein Punkt, der nicht erwähnt wurde, ist der Zinssatz - bei einem Darlehen sind die Zinsen normalerweise deutlich höher, weil die Bank keine Sicherheiten hat, daher zahlt man sozusagen für das Vertrauen. Bei einer Finanzierung hingegen gibt es eine Sicherheit (das Auto, die Immobilie), weshalb die Zinsen in der Regel niedriger ausfallen - das gleicht den lästigeren Genehmigungsprozess wieder aus.

Deine Antwort

Anmeldenzum Beantworten.