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Du denkst, es geht nur um Bühne versus Kamera? Der Hauptunterschied ist, dass der Theaterautor alles (Stimme, Gesten, Gefühle) zum Publikum projizieren muss, das in der Ferne sitzt, während der Filmschauspieler für die Kamera arbeitet - da reicht ihm auch ein Flüstern oder ein Blick, weil die Kamera jedes kleinste Detail erfasst.
Im Theater musst du alles zum Publikum projizieren, das in der Ferne sitzt - also eine kraftvollere Stimme und größere Bewegungen. Im Film dagegen fängt die Kamera dich aus der Nähe ein und eine minimale Mimik reicht aus, um etwas zu vermitteln. Auch die Aufnahme ist völlig anders: Im Theater machst du alles in einem Durchgang und das Publikum sieht alles in Echtzeit, im Film dagegen kannst du Szenen aus hundert verschiedenen Winkeln drehen und eine Szene tausendmal wiederholen, bis sie perfekt ist. Kurz gesagt: Theater erfordert eine gewisse "Konstruktion" der Figur, die von weitem sichtbar ist, Film ist natürlicher und intimer.
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