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Moderne Elektroautos verlieren in der Nacht unter normalen Bedingungen eigentlich nicht so viel Ladung - die meisten verlieren vielleicht 1 - 2 % der Batteriekapazität pro Tag, wenn sie geparkt und nicht in Gebrauch sind. Das gesagt, es gibt definitiv Dinge, die deinen Ladestand aufzehren, wenn das Auto untätig herumsteht.
Die Hauptschuldigen sind die ständig aktiven Systeme, die dein Auto am Leben erhalten. Klimatisierung ist wahrscheinlich die größte - wenn du sie so eingestellt hast, dass sie die Batterie vorkonditioniert oder die Kabine auf einer bestimmten Temperatur hält, zieht das ständig Strom. Dann gibt es noch das Infotainmentsystem, Navigation und Mobilfunkverbindung. Selbst wenn das Auto aus ist, sind diese Module im Ruhemodus, aber nicht komplett tot. Manche Autos haben auch parasitäre Lasten von Sicherheitssystemen, Ladereglern, die die Batterie überwachen, und einfach der allgemeinen Elektronik, die alles dafür bereithält, sofort hochzufahren, wenn du dich mit deinem Schlüssel nährst.
Kaltes Wetter verschlimmert den Stromverbrauch, weil das Batteriemanagementsystem härter arbeitet, um die Zellen auf optimaler Temperatur zu halten, und chemische Reaktionen in der Batterie selbst verlangsamen sich. Wenn dein Auto in einer warmen Garage geparkt ist, könnte die Klimaanlage zeitweise anspringen. Software-Updates oder Hintergrund-Synchronisierung können auch dazu führen, dass das Auto eine oder zwei Nächte lang mehr zieht als gewöhnlich. Wenn du durchgehend einen Stromverbrauch von über 2 - 3 % pro Nacht siehst, lohnt es sich zu überprüfen, ob die Vorkonditionierung der Klimatisierung aktiviert ist oder ob ein Software-Problem die Hilfsbatterie entlädt.
Das, was viele überrascht, ist dass ein Auto auch im Stillstand noch Hintergrundsysteme laufen lässt. Die Klimaanlage mit Vorkonditionierung, die Bordladegerät-Elektronik, das Infotainmentsystem im Standby, die Mobilfunkverbindung für Fernzugriff - all das zieht rund um die Uhr Strom. Bei manchen Autos ist das schlimmer als bei anderen, je nachdem wie aggressiv sie diese Nebensysteme verwalten.
Die Temperatur spielt auch eine größere Rolle als die meisten denken. Kaltes Wetter entlädt die Batterie eigentlich schneller, wenn das Auto geparkt ist, weil der Wagen regelmäßig das Batteriepaket aufwärmt, um es in gutem Zustand zu halten - besonders wenn es angesteckt ist. Hitze bewirkt das Gegenteil, verursacht aber ihren eigenen Stromverbrauch durch Kühlkreisläufe. Bei extremen Bedingungen - wie wenn man ein Auto über Nacht bei Frost stehen lässt - kann man deutlich mehr Entladung sehen als diese Basis-Angabe von 1 - 2%, manchmal näher an 3 - 5%.
Ein Detail, das erwähnenswert ist: wenn du Mobilfunkfunktionen aktiviert hast (wie Fernklimatisierung oder App-basierte Überwachung), addiert sich die ständige Verbindung auf. Manche Besitzer bemerken gar nicht, dass ihr Auto regelmäßig mit Servern abgleicht, um verbunden zu bleiben für Fernentriegelung oder Vorkonditionierungsfunktionen. Wenn du Funktionen ausschaltest, die du nicht aktiv nutzt - besonders in kalten Klimazonen - kann das die nächtliche Entladung reduzieren.
Hast du dich schon mal gefragt, warum der Batterieladstand deines Autos sinkt, obwohl du gerade nicht fährst?
Die Sachen, die bereits erwähnt wurden - Klimasysteme, Bordladegeräte, Infotainment-Module - sind die Hauptverantwortlichen. Aber etwas, das nicht genug Beachtung bekommt, sind Phantom-Lasten von verbundenen Diensten. Falls dein Auto aktive Telemetrie, Fernüberwachung oder Abos für Live-Verkehr und Wetter-Updates hat, bleiben diese Systeme teilweise wach, um Daten zu empfangen. Sie ziehen einzeln nicht viel Strom, aber zusammen mit den Dutzenden anderen Niedrig-Stromverbrauchssystemen, die im Hintergrund arbeiten, summiert sich das. Manche Hersteller sind besser darin, alles in einen Tiefschlaf-Modus zu versetzen als andere.
Temperatur ist auch wichtiger als die meisten Leute denken. Kalte Nächte können den Batterieabbau beschleunigen, weil das Batteriemanagementsystem härter arbeitet, um die interne Zelltemperatur zu halten und die Gesundheit zu überwachen. Im Winter kann dieser tägliche Verlust von 1 - 2% je nach Aggressivität des Thermalmanagementsystems näher an 3% heranrücken. Wenn du dein Auto längere Zeit in extremer Kälte parkst und den Abbau minimieren möchtest, hilft es, das Auto angestöpselt zu lassen - auch wenn es nur ein langsames Tröpfchen-Laden ist - , damit das System die Temperatur regulieren kann, ohne deine gespeicherte Ladung anzugreifen.
Fragst du dich, warum dein Auto herumsteht und die Batterie trotzdem sinkt? Was viele nicht immer realisieren: Der Bordcomputer und die Sicherheitssysteme des Autos ziehen ständig kleine Mengen Strom, auch wenn alles aus zu sein scheint - ähnlich wie dein Handy im Standby-Modus Akku verbraucht, nur dass im Auto viel mehr im Hintergrund läuft und verschiedene Dinge überwacht.
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