Die Dichtung kannst du selbst tauschen, ist wirklich nicht schwer - aber vorher solltest du die undichte Stelle präziser lokalisieren, sonst schießt du ins Leere. Versuch's mal abends mit einer Taschenlampe: Stell dich draußen hin und lass jemanden drinnen das Licht aus- und wieder anmachen. Das Licht, das durchschimmert, zeigt dir genau, wo's nicht passt. Oder halt eine brennende Kerze/ein Feuerzeug um die Türrahmen - die Flamme zuckt sofort, wenn Luft zieht.
Oft ist es nicht die Dichtung selbst, sondern der Rahmen, der sich verzogen hat. Guck mal, ob die Tür noch richtig in den Angeln hängt oder ob sie leicht schief steht. Wenn die Tür 5 Jahre alt ist und jetzt erst zieht, kann auch Setzung des Hauses schuld sein. Den Dichtungsstreifen selbst tauschen ist kein Problem - einfach den alten rausziehen (manchmal muss man etwas kratzen), die Nut säubern und einen neuen reinkleben. Es gibt fertige Dichtungsprofile in verschiedenen Profilen, du musst nur wissen, welches Format du brauchst. Das misst du einfach ab oder nimmst das alte Stück mit ins Baumarkt.
Das Tückische: Manchmal sitzt die Schieflage im unteren Bereich, und oben ist die Tür noch dicht. Dann brauchst du eventuell eine Bodendichtung - eine Bürsten- oder Gummileiste, die unten in die Tür eingebaut wird. Das ist etwas aufwendiger, weil die Tür raus muss, aber machbar. Falls du dich damit nicht wohlfühlst oder die Tür wirklich schief in den Angeln hängt, lass jemanden gucken - manchmal ist eine Justage an den Türbändern die schnellere Lösung.