Wie erkenne ich, dass die Freundschaft mit jemandem vorbei ist, wenn wir uns einfach nicht mehr schreiben?

Früher haben wir uns jeden Tag unterhalten, dann ist er weggezogen, ich war beschäftigt, und jetzt haben wir uns schon ein Jahr lang nicht mehr gesehen. Gestern haben wir ihn auf der Straße getroffen, es war seltsam und unbeholfen.

3 Antworten

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Die Freundschaft ist nicht zerbrochen, sondern eingeschlafen, und das ist normal. Ein Jahr Funkstille - das ist kein Todesurteil, besonders wenn es vorher echt war: schreib einfach was Simples, sowas wie "mir fällt dich ein, wie geht's dir", und schau, ob das Gespräch wieder anspringt oder nicht.

Ich würde sagen, das ist eher eine natürliche Entfernung als ein Bruch - heutzutage kommunizieren Menschen oft in Wellen, besonders wenn das Leben sie in verschiedene Richtungen zerstreut. Unbehagen beim Treffen bedeutet nicht, dass die Freundschaft tot ist, man braucht einfach Zeit, um die Verbindung wiederzuerkennen, die es gab, oder zu verstehen, dass ihr beide euch in unterschiedliche Richtungen entwickelt habt.

Versuch einfach, ihm was Neutrales zu schreiben - nicht so laut „mir fehlt dich", sondern eher „habe deinen Post in den sozialen Medien gesehen, wie geht's dir" oder „mir ist gestern wieder dieser lustige Moment eingefallen, als wir...", um zu schauen, ob da noch ein Funke überspringt oder ob alles wirklich erloschen ist.

Hauptsache verwechsel nicht die Unbeholfenheit beim Treffen mit dem Tod der Freundschaft - manchmal vergessen die Leute einfach, wie man nach so einer Pause miteinander redet, aber das lässt sich leicht beheben.

Nur: wenn er auf mehrere Kontaktversuche nicht antwortet, dann ja, da kannst du das schon als Ende abhaken, weil Freundschaft Mühe von beiden Seiten braucht.

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