Der Knackpunkt ist: Dein Plastiksparen wirkt sich vor allem auf deine eigene Müllmenge und die lokale Infrastruktur aus, nicht auf das, was in Asien passiert. Das sind zwei völlig verschiedene Probleme. Wenn du weniger Plastik verbrauchst, produzierst du weniger Müll, den deine Stadt verarbeiten muss - das hat einen direkten Effekt. Aber ja, es ändert nichts daran, dass anderswo Müll ins Meer geht.
Das Frustrierende ist echt verständlich. Nur: Wenn jeder in Europa sagt "ach, China wirft eh alles weg, warum sollte ich sparen?", dann passiert noch weniger. Es ist eher so, dass Druck auf Hersteller und Politik entsteht, wenn die Konsumenten weniger kaufen und unverpackt einkaufen - das sendet ein Signal. Und ehrlich, es gibt auch bei uns noch viel zu viele unnötige Verpackungen, die einfach nicht sein müssen. Da Druck auszuüben macht Sinn, unabhängig davon, was woanders läuft.
Wenn dich das Gewissen belastet: Vielleicht hilft es, das mental zu trennen. Dein Plastiksparen ist sinnvoll für *deine* Umgebung und Gewissen - nicht als Lösung für globale Müllprobleme. Und die globalen Probleme brauchen andere Lösungen (internationale Abkommen, bessere Müllwirtschaft dort, etc.), auf die du als Einzelne keinen großen Einfluss hast. Das ist nicht deine Schuld und auch nicht frustrierend, wenn mans so sieht.