Bevor du mit den Zangen zur Werkstatt rennst, musst du erst mal überprüfen, ob der Ölstand, den sie im Januar eingefüllt haben, nicht zu hoch war. Das ist zwar dumm, aber passiert regelmäßig - wenn der Techniker über die Markierung hinaus aufgefüllt hat, wirst du tatsächlich in den ersten Kilometern mehr Öl verbrauchen, bis das Überschüssige sich stabilisiert oder durch die Ölwanne entweicht. Fang also damit an, den Ölstand jetzt mit kaltem Motor und auf ebener Fläche zu prüfen, und vergleiche mit dem, was du vor der Wartung beobachtet hast. Wenn es davor wirklich normal war, dokumentiere deinen Verbrauch in den nächsten 500-1000 km genau, um konkrete Zahlen zu haben und nicht nur eine Vermutung.
Wenn der anfängliche Ölstand korrekt war und du einen erhöhten Verbrauch bestätigst, dann hängt das eindeutig mit der Wartung zusammen. Der Öldeckel, der nicht richtig schließt, ist eine Möglichkeit, aber sie hätten auch einen Verschluss bei der Ölablassung zu locker anziehen können, eine Dichtung beschädigen oder beim Ölfilter Mist gebaut haben. Eine letzte Sache, die man oft vergisst: schau, ob es unter der Karre keine sichtbaren Lecks gibt oder ob es nach Verbranntem riecht, denn wenn das Öl in die heißen Zonen des Motors (Turbolader, Krümmer) läuft statt einfach durch die Ölwanne zu entweichen, wirst du es nicht als Pfütze sehen, aber du wirst es riechen und trotzdem verbrauchen.