4 Antworten

Bevor man von einem typischen Motorschaden ausgeht, sollte man erst mal checken, ob das Auto vorher wirklich ordnungsgemäß gewartet wurde - 2000 km in relativ kurzer Zeit sind nicht unbedingt ein Alarmsignal, wenn der Wagen vorher vernachlässigt wurde. Guck dir den aktuellen Ölstand im kalten Zustand an der Messstab an und vergleich ihn über ein paar Tage, ob er wirklich kontinuierlich sinkt oder ob es nur eine falsche Anzeige war. Falls er echt abnimmt, könnten Lecks am Kurbelgehäuseentlüftung, Ventildeckeldichtung oder sogar kleinere Spalten im Motor der Grund sein - die solltest du mit einer gründlichen Sichtprüfung checken, bevor du größere Reparaturen planst.

Ölverlust bei nem gebrauchten A4 kann mehrere Gründe haben, und da würde ich ehrlich gesagt erst mal selbst rumschauen, bevor ich zum Händler renne. Check die Unterseite auf Flecken - wenn unter dem Auto Öl tropft, ist das Problem klar. Schau auch nach, ob die Verschraubungen der Ölwanne locker sind oder die Dichtung hinüber ist. Bei nem 2019er könnten auch die Ventildeckeldichtungen porös sein, besonders wenn das Auto viel gestanden hat.

Ein praktischer Trick, den viele übersehen: Füll das Öl auf den maximalen Stand auf und markier dir die Stelle mit ner Kreide oder nem Filzstift auf dem Ölmessstab. Dann fährst du bewusst normal rum (nicht zu wild) und checkst nach genau 500 km wieder nach - ohne lange Autobahnfahrten oder extreme Belastung. So siehst du, ob der Verbrauch wirklich so heftig ist oder ob es vielleicht nur anfangs überraschend wirkt. Manche Motoren haben einfach ne gewisse Toleranz, und 0,5 - 1 Liter pro 1000 km ist im Graubereich. Wenn es aber wirklich mehrere Liter sind, dann liegt wahrscheinlich ein Verschleiß an den Kolbenringen oder Ventilschaften vor - da führt dann kein Weg um ne Werkstatt herum.

Wenn ein Auto plötzlich Öl schluckt, das vorher nicht der Fall war, lohnt sich erst mal ein Blick auf die Verschleißteile - Ventilschaftdichtungen und die Kurbelwellendichtung sind da oft die Übeltäter, besonders wenn der Wagen älter ist oder lange nicht bewegt wurde. Bevor du in größere Reparaturen gehst, würde ich aber ehrlich gesagt auch die Füllmenge doppelt checken (manche Audi-Ölmessstab-Systeme sind hakelig) und schauen, ob Öl unter dem Auto tropft oder der Motor von außen sauber ist. 2000 km sind relativ wenig zum Beurteilen - wenn du das nächste Mal nachtankst, markierst du dir den Stand und notierst die Kilometer, dann hast du nach weiteren 2000 oder 3000 km eine verlässlichere Aussage.

Wann hast du denn das letzte Mal den Ölstand geprüft, bevor das Auto zu dir kam? Bei einem gebrauchten A4 von 2019 ist die erste Frage eigentlich, ob der Vorbesitzer regelmäßig nachgefüllt hat oder ob der Stand einfach immer niedrig war - das merkst du, wenn du die Wartungshefte checkst. Aber 2000 km für einen merklichen Rückgang ist tatsächlich zu viel, da würde ich erst mal unter dem Auto nach Öl-Flecken schauen und dann bei einem Termin die Dichtungen prüfen lassen, nicht gleich von Motorschäden ausgehen.

Deine Antwort

Anmeldenzum Beantworten.