Merinowolle ist eigentlich keine schlechte Wahl für Anfänger, auch wenn sie etwas teurer ist - sie ist viel verzeihender als die Leute denken, und insgesamt hast du weniger Frust, weil sie nicht so leicht ausfasert. Allerdings musst du nicht damit anfangen. Ein gutes Acrylmischgewebe oder sogar 100% Acryl in mittlerer Stärke funktioniert perfekt zum Lernen der Grundlagen. Schau dir Marken wie Caron, Red Heart oder Lion Brand an - sie sind günstig genug, um damit zu experimentieren, ohne sich schuldig zu fühlen, und es gibt sie in tonnenweise Farben, sodass dir nicht langweilig wird.
Hier ist ein praktischer Tipp, den niemand erwähnt: Kauf dir eine einzelne Knäuel von dem, das dir ins Auge springt, und stricke dann tatsächlich *eine kleine Probe*, bevor du dich auf fünf weitere Knäuel festlegst. Ich weiß, es klingt offensichtlich, aber die meisten Anfänger schnappen sich einfach Wolle und hoffen, dass es funktioniert. Investiere 15 Minuten in ein kleines Testmuster - es zeigt dir, ob sich die Textur in deinen Händen gut anfühlt, ob es deine Maschen deutlich zeigt (wichtig, um Fehler zu erkennen), und ob dir das Arbeiten damit eigentlich Spaß macht. Manche Wolle ist technisch gesehen okay, fühlt sich beim Stricken aber einfach schrecklich an, und das weißt du erst, wenn du es probierst.
Lass die super dünnen oder zarten Sachen für jetzt lieber sein. Dicke oder Worsted-Stärke sind wirklich dein Freund, weil du Projekte schneller fertigstellst und schneller Ergebnisse siehst, was dich motiviert hält. Vermeide auch dunkle Farben, wenn möglich - deine Maschen in Holzkohlengrau zu sehen ist nervig. Sobald du ein paar Projekte geschafft hast und weißt, was du tust, kannst du dann mit dem fancy Zeug experimentieren.